Archiv der Kategorie: Bibel

Who (what) are you looking at? Fremdbild – Eigenbild – Ebenbild!

Predigt beim Jugendgottesdienst in Hohenhaslach 19.11.2017

Hast du Probleme, dich selbst anzunehmen? Oder schĂ€tzst du dich falsch ein? Wie sehen dich andere – und wie siehst du sie? Eigenbild und Fremdbild liegen manchmal weit auseinander. Das fĂŒhrt zu Problemen. Manchmal sind sie heftig. Zwischen selbstverliebt und Selbsthass gibt es viele Nuancen. Wie kann ich mich selbst annehmen? Es gibt einen Dritten, der dich so sieht, wie du in Wirklichkeit bist – und trotzdem dich liebt! Es ist dein Schöpfer, der dich so gemacht hat, wie du bist und der sagt: „Und siehe, es ist sehr gut, was ich gemacht habe!“ Ja noch mehr: er liebt dich, so, wie du bist! Eigenbild und Fremdbild sind letztlich nicht das Entscheidende, sonder es ist die Tatsache, das ER dich zu SEINEM EBENBILD geschaffen hat! Ich gehe hier nicht darauf ein, wie diese Ebenbildlichkeit durch die SĂŒnde getrĂŒbt worden ist. Wohl aber versuche ich deutlich zu machen, wie durch Jesus Christus, den neuen Menschen, wir diese Gott-Ebenbildlichkeit in der direkten Beziehung zu IHM leben können! Nicht das Bild (Fremdbild), nicht der Spiegel (Eigenbild), sondern das Fenster als Bild fĂŒr die Öffnung zu einer direkten Beziehung zu Gott soll uns motivieren und prĂ€gen. Gott will face-to-face mit uns leben. Dazu hat Jesus fĂŒr unsere Schuld gelitten und am Kreuz unsere Strafe auf sich genommen. In dem Augenblick ist der Vorhang im Tempel zerrissen. Gott wurde aus seinem „KĂ€fig“ gelassen. Wir bekamen Zugang zu IHM. Jetzt wohnt er durch seinen Geist im Herzen seiner Kinder und wir dĂŒrfen etwas von seinem Glanz in diese Welt abstrahlen. Wenn die Leute gefragt werden, wen sie sehen, wenn sie uns anschauen, dann lautet hoffentlich die Antwort: „Na klar, ein Kind Gottes – die Ähnlichkeit sei nicht zu verkennen!

Viel Spass beim Hören!

 

 

Hofacker Abendbibelschule: Der christliche Glaube im Spiegel des Islam

1.) Mo. Der erste Artikel (des Glaubensbekenntnisses) und die Schahāda

PrÀsentationsfolien:abs2016lustnau_christl_glaube_im-lichte-des-islam1

Hier die Audiodatei:

2.) Di. Der zweite Artikel und die Schahāda Teil I

PrÀsentationsfolien:abs2016lustnau_christl_glaube_im-lichte-des-islam2

Hier die Audiodatei:

3.) Mi. Der zweite Artikel und die Schahāda Teil II

PrÀsentationsfolien:abs2016lustnau_christl_glaube_im-lichte-des-islam3

Hier die Audiodatei:

4.) Do. Der dritte Artikel und der Geist Gottes im Koran

PrÀsentationsfolien: abs2016lustnau_christl_glaube_im-lichte-des-islam4

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5.) Fr. Das Vater unser und das Al-Fatiha Gebet

PrÀsentationsfolien: abs2016lustnau_christl_glaube_im-lichte-des-islam5

Hier die Audiodatei:

Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon!

Warum wir auch in Geldfragen vertrauen mĂŒssen

 

Christen leben anders. Das trifft auch zu im Blick auf den Umgang mit Geld. Nachfolge erstreckt sich auf den monetÀren Bereich. Den Unterschied spricht Jesus in seinem Gleichnis vom ungerechten Mammon an. Es gibt wohl kein Gleichnis, das mehr missverstanden wurde als dieses:

Luke 16,1 … Es war ein reicher Mann, der hatte einen Verwalter; der wurde bei ihm beschuldigt, er verschleudere ihm seinen Besitz. 2 Und er ließ ihn rufen und sprach zu ihm: Was höre ich da von dir? Gib Rechenschaft ĂŒber deine Verwaltung; denn du kannst hinfort nicht Verwalter sein. 3 Der Verwalter sprach bei sich selbst: Was soll ich tun? Mein Herr nimmt mir das Amt; graben kann ich nicht, auch schĂ€me ich mich zu betteln. 4 Ich weiß, was ich tun will, damit sie mich in ihre HĂ€user aufnehmen, wenn ich von dem Amt abgesetzt werde. 5 Und er rief zu sich die Schuldner seines Herrn, einen jeden fĂŒr sich, und fragte den ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? 6 Er sprach: Hundert Eimer Öl. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, setz dich hin und schreib flugs fĂŒnfzig. 7 Danach fragte er den zweiten: Du aber, wie viel bist du schuldig? Er sprach: Hundert Sack Weizen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Schuldschein und schreib achtzig. 8 Und der Herr lobte den ungetreuen Verwalter, weil er klug gehandelt hatte; denn die Kinder dieser Welt sind unter ihresgleichen klĂŒger als die Kinder des Lichts. 9 Und ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit, wenn er zu Ende geht, sie euch aufnehmen in die ewigen HĂŒtten. 10 Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht. 11 Wenn ihr nun mit dem ungerechten Mammon nicht treu seid, wer wird euch das wahre Gut anvertrauen? 12 Und wenn ihr mit dem fremden Gut nicht treu seid, wer wird euch geben, was euer ist? 13 Kein Knecht kann zwei Herren dienen; entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hĂ€ngen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.

Manche Ausleger machen veritable KopfstĂ€nde bei ihren Versuchen, dem Handeln des ungerechten Verwalters positive Bedeutung abzuringen. Dabei macht auch hier der Ton die Musik: Jesus spricht hier eindeutig mit einem beißenden sarkastischen Ton. Der ungerechte Mammon und seine Besitzer haben eben keine ewigen HĂŒtten, in welche sie ihre Komplizen aufnehmen könnten. Das ist die Pointe der Geschichte. Was Menschen dieser Welt fĂŒr schlau halten, ist am Ende gar nicht klug. Siehe VW-Abgasskandal. Betrug zahlt sich nicht aus, und wenn er noch so genial wĂ€re. Wir können unsere Sicherheit nicht erschwindeln.

Aber auch sonst können wir nicht rein wirtschaftliche fĂŒr die Reich-Gottes-Arbeit zugrunde legen. Das Reich Gottes ist nur im geistlichen Sinne ein „profitables GeschĂ€ft“. Die Urgemeinde in Jerusalem hat ihr ganzes Vermögen in der Schulung der ersten Generation der Christen aufgebraucht. Erst nach der Zerstörung Jerusalems 70 n.Chr. erschien das logisch. ZunĂ€chst war es schlicht notwendig gewesen.

Wenn es ums Geld geht, denken wir oft: das Geld gehört zum „Weltlichen“, nicht zum „Geistlichen“ im Leben. Folglich wenden wir weltliche Prinzipien bei der Verwaltung unseres Geldes an. Aber genauso wenig wie die Nachfolge sich vom Werktag ausschließen und auf den Sonntag reduzieren lĂ€sst, genauso wenig lĂ€sst sich unser Umgang mit Geld und den weltlichen GĂŒtern von der Nachfolge Jesu trennen. Jesus macht hier deutlich, dass Treue oder Untreue im Blick auf den Umgang mit dem Geld RĂŒckschlĂŒsse darĂŒber zulĂ€sst, wie verantwortungsvoll wir mit allem Anderen umgehen, was Gott in seiner Gnade uns ĂŒberlĂ€sst. Er schließt sein Gleichnis mit dem lapidaren Satz: „Ihr könnt nicht zwei Herren dienen
 Ihr könnt nicht Gott dienen und den Mammon“. Was heißt das? Jesus erlĂ€utert das mit seinem Gleichnis vom reichen Kornbauer. Wer sein Vertrauen in Reichtum setzt, meint fĂŒr sich selber sorgen zu können. Er will sich von Gott und seiner FĂŒrsorge unabhĂ€ngig machen. Dabei macht Jesus seinen JĂŒngern klar: Wenn der himmlische Vater fĂŒr die Vögel des Himmels sorgen kann, die weder sĂ€en noch ernten, dann kann und wird er auch fĂŒr seine Kinder sorgen. Das Problem, das wir mit dem Geld haben ist, dass wir uns davon abhĂ€ngig machen lassen. Wo wir das tun, sind wir wirklich arm! Wie oft bekunden wir unsere Armut dadurch, dass wir unsere Sicherheit ĂŒber unser Bankkonto definieren. Das stimmt fĂŒr Personen, Institutionen, Werke, Gemeinden und Kirchen gleichermaßen.

In der Theorie wollen wir frei sein – aber nicht vom Geld! Wer sich aber ein Kind Gottes nennt, dem das ganze All gehört und dessen Erben wir sind, mĂŒsste sich auch nach der Freiheit der Kinder Gottes in diesem Bereich sehnen. Wenn es ums Geld geht, besonders um das vermeintlich fehlende, hört unser Glaube und unser Vertrauen ganz schnell auf. Da wird es nĂ€mlich ernst! Schließlich gibt es Ausgaben… Wie ernst nehmen wir, dass Gott – und nicht das Geld – regiert? Wer auf Gott vertrauen will, wer Jesus nachfolgen will, wer Gott dienen will, der muss auch darauf vertrauen, dass Gott fĂŒr ihn sorgen wird. Wo wir dem Herrn dienen, und zwar in allen Bereichen unseres Lebens, da wird er auch fĂŒr uns sorgen!

Wir können nicht gleichzeitig Gott und dem Mammon dienen. Unser Vertrauen können wir nur in den einen oder den anderen setzen.

Sind wir Gefangene unseres Wohlstands und unseres Reichtums? Wenn wir begreifen wĂŒrden, was wahrer Reichtum ist, nĂ€mlich so viel zu haben, dass wir es mit anderen teilen können, werden wir mehr von der Freiheit der Kinder Gottes erleben. Noch nie waren wir so reich wie heute. Trotzdem finden wir es immer schwieriger, die Reich-Gottes-Arbeit mit unseren Spenden zu finanzieren. Diese Tage gab ein deutsches Missionswerk in seinem Mitteilungsblatt bekannt, dass es einige Stellen streichen muss. Die Spenden reichen nicht mehr. Auch bei uns im ABH soll eine Studienleiter-Stelle vorerst nicht wieder besetzt werden. Zwar wachsen die Spenden, wofĂŒr wir unendlich dankbar sind, aber die Ausgaben wachsen eben auch… Auch wir im ABH wollen vertrauen!

Bibel und Koran – zwei BĂŒcher, zwei Botschaften (Schönblick)

 

Dienstag: Gott teilt sich mit – Wie Gott sich Offenbart nach Bibel und Koran

Mittwoch:  „Was ist der Mensch, dass du seiner Gedenkst?“ – Die Stellung des Menschen in Bibel und Koran

Donnerstag:  Donnerstag: Wer ist Jesus – wer ist Gott?  Wie Bibel und Koran darauf antworten

Freitag: Das Volk Gottes und die letzten Dinge ErwÀhlung und Schicksal. Gottes Friedensplan nach Bibel und Koran. Was Bibel und Koran dazu sagen

 

 

Herausforderung Islam – Bibel und Koran, zwei BĂŒcher – zwei Botschaften

Der Vortrag wurde vor einem BĂŒrgerforum am Rande des Schwarzwalds gehalten. Dort, wo noch kaum muslimische Zuwanderung geschehen ist, ist das Interesse sehr groß gewesen. Am Ende des Vortrags ist die Fragerunde mit aufgezeichnet (anonymisiert).

Der Vortrag liegt nicht schriftlich vor. Hier eine Skizze des Vortrags mit den relevanten Zitaten. Der Vortrag weicht teilweise sehr stark von der Skizze ab.

Die Hörzeit betrÀgt ca. 80 Minuten, die Fragerunde noch mal gute 20 Minuten.

Herausforderung Islam – Bibel und Koran, zwei BĂŒcher – zwei Botschaften

Wir sind durch den Islam herausgefordert. Die stĂ€ndig wachsende Zahl von BĂŒrgerinnen und MitbĂŒrgern mit Migrationshintergrund aus dem islamischen Kulturkreis stellt uns vor einen Wandel in unserer Gesellschaft. Die merkwĂŒrdigsten Allianzen tun sich auf. Traditionell atheistisch ausgerichtete Bewegungen und politische Parteien  zeigen auf einmal nicht nur VerstĂ€ndnis fĂŒr den Islam an sich, sondern fĂŒr BrĂ€uche und Gepflogenheiten aus dem islamischen Kulturraum, die diametral den aufklĂ€rerischen europĂ€ischen GrundsĂ€tzen entgegengesetzt sind. Mit dem hier aufgenommenen Vortrag versuche ich aufzuzeigen, wie das Anliegen der islamisch geprĂ€gten Gesellschaft durch die so völlig andersartig gestaltete Botschaft des Koran und des Islam, wie sie in Sunna und HĂ€dithen wiedergeben werden,  bedingt ist.

Der demographische Wandel stellt uns vor einer riesigen Herausforderung. Die daraus folgende Migration verÀndert unsere Gesellschaft und Kultur nachhaltig. Der Zusammenprall der Kulturen (auch Kampf der Kulturen gennant) nach Samuel P. Huntington[1]

 

Der Islam unterscheidet zwischen UMMAH (Vollzahl aller Muslime) AHL-AL-KITAB (Volk/Völker des Buches = Juden und Christen) und Götzendiener. Nur die Muslime sind fĂŒr den Islam „GlĂ€ubige“, alle andere sind „UnglĂ€ubige“ (KUFFAR)

Umma und ‚ahl-al-kitab stehen sich gegenĂŒber. Was anfĂ€nglich fĂŒr Mohammed als vereinbar schien, wurde zu einer verbitterten Feindschaft. Das liegt in der Unterschiedlichkeit der Botschaften von Bibel und Koran.

Ein plastisches Beispiel hierfĂŒr ist der unterschiedliche Gnadenbegriff beider BĂŒcher. Auch das Gottesbild des orthodoxen Islam, der sich an den Aussagen des Koran orientiert, unterscheidet sich stark vom biblischen Gottesbild. Es Geht um die Ehre Gottes und um die Verletzung derselben. Ehre kann nur durch Rache wieder hergestellt werden.

Auf diesem Hintergrund werden auch die causa Böhmermann und die tiefe KrĂ€nkung des tĂŒrkischen PrĂ€sidenten auf Grund einer wahrgenommenen Verletzung seiner Ehre  verstĂ€ndlich:

Am Anfang des Wirkens Mohammeds war das anders. UrsprĂŒnglich glaubte Mohammed den gleichen Glauben, den die Juden und Christen hatten, fĂŒr die Araber entdeckt zu haben.  WĂ€hrend seines Lebens kam es jedoch zu einer herben EnttĂ€uschung darĂŒber, dass die Juden und Christen seine Botschaft nicht annahmen, sondern teilweise sogar gegen ihn kĂ€mpften. Dass es zu keiner Einigung zwischen Mohammed einerseits und den Juden oder den Christen andererseits kommen konnte lag an der Botschaft, die er verkĂŒndete. Sie Ă€hnelte zwar der biblischen Botschaft in vielen Punkten, setzte sich aber an entscheidenden Stellen deutlich von dieser ab  und widersprach dieser  in ihren Kernaussagen.

Als Einstieg nenne ich hier nur Losung und Lehrtext von heute

Losung:  Der HERR, euer Gott, ist gnÀdig und barmherzig und wird sein Angesicht nicht von euch wenden, wenn ihr euch zu ihm bekehrt. 2Chr 30,9

Lehrtext:  Kehrt also um und richtet euch aus auf die Vergebung eurer SĂŒnden, damit vom Angesicht des Herrn her Zeiten der Erquickung kommen. Apg 3,19–20

Die Zusagen Gottes im Vergleich zu der WillkĂŒr Allahs:

Sure 3. Die Sippe ‚Imrans |132 Und gehorchet Gott und dem Gesandten! Vielleicht werdet ihr (dann) Erbarmen finden.

Sure 3. Die Sippe ‚Imrans   |200 Ihr GlĂ€ubigen! Übt Geduld und mĂŒht euch, standhaft und fest zu bleiben! Und fĂŒrchtet Gott! Vielleicht wird es euch (dann) wohl ergehen.

Sure 4. Die Frauen |99 Denen (die aus Unvermögen nicht „ausgezogen sind“) wird Gott vielleicht verzeihen. Gott ist bereit, Nachsicht zu ĂŒben und zu vergeben.

Sure 5. Der Tisch |35 Ihr GlĂ€ubigen! FĂŒrchtet Gott und trachtet danach, ihm nahezukommen, und fĂŒhret um seinetwillen Krieg (w. mĂŒht euch um seinetwillen ab)! Vielleicht wird es euch (dann) wohl ergehen.

Sure 5. Der Tisch  100 FĂŒrchtet Gott, die ihr Verstand habt! Vielleicht wird es euch (dann) wohl ergehen.

Wie anders die Gewissheit derer , die Vergebung durch Jesus Christus erfahren haben!!

Aber schauen wir formale Unterschiede an:

I.) Zwei BĂŒcher

Im Unterschied zur Bibel geht der Koran allein auf einen Menschen zurĂŒck – auf den Propheten des Islam Muhammad.

Wie mehrfach aus der Biographie Mohammeds gesehen werden kann , versteht sich der Islam als legitime ErfĂŒllung der alt- und neutestamentlichen Offenbarung und also auch als ErgĂ€nzung und Korrektur zum Glauben der Juden und der Christen.

Diese Überzeugung ist auch schon im Koran dokumentiert. In Sure 2 “die Kuh” (al-baqra)

87 Wir haben doch (seinerzeit) dem Mose die Schrift gegeben und nach ihm die (weiteren) Gesandten folgen lassen. Und wir haben Jesus, dem Sohn der Maria, die klaren Beweise gegeben und ihn mit dem heiligen Geist gestĂ€rkt. Aber waret ihr (Juden) denn nicht jedesmal, wenn ein Gesandter euch etwas ĂŒberbrachte, was nicht nach eurem Sinn war, hochmĂŒtig und erklĂ€rtet ihn fĂŒr lĂŒgnerisch oder brachtet ihn um? 88 Und sie (d.h. die Juden) sagen: â€șUnser Herz ist (eben) unbeschnittenâ€č. Aber nein! Gott hat sie (zur Strafe) fĂŒr ihren Unglauben verflucht. Darum sind sie so wenig glĂ€ubig. * 89 Und als (nun) von Gott eine Schrift (d.h. der Koran) zu ihnen kam, die das bestĂ€tigte, was ihnen (an Offenbarung bereits) vorlag – und vorher baten sie (doch Gott wiederholt) um eine Entscheidung gegen die UnglĂ€ubigen –, als nun das, was sie (der Sache nach bereits) kannten, (in einer neuen Offenbarung) zu ihnen kam, da glaubten sie nicht daran. Gottes Fluch komme ĂŒber die UnglĂ€ubigen! 90 Sie haben sich fĂŒrwahr auf einen schlechten Handel eingelassen, indem sie an das, was Gott (nun als Offenbarung) herabgesandt hat, nicht glauben, aus (lauter) Auflehnung (dagegen), daß Gott seine Huld (w. (etwas) von seiner Huld) herabschickt, auf wen von seinen Dienern er will. So haben sie sich Zorn ĂŒber Zorn zugezogen. Und die UnglĂ€ubigen haben (dereinst) eine erniedrigende Strafe zu erwarten. 91 Und wenn man zu ihnen sagt: â€șGlaubt (doch) an das, was Gott (nunmehr) herabgesandt hat!â€č, sagen sie: â€șWir glauben (nur) an das, was (frĂŒher) auf uns herabgesandt worden ist.â€č An das SpĂ€tere glauben sie nicht, wo es doch die Wahrheit ist, indem es bestĂ€tigt, was ihnen (bereits) vorliegt. Sag: Warum habt ihr denn frĂŒher die Propheten Gottes (immer wieder) getötet, wenn (anders) ihr glĂ€ubig seid? [Sure 2. Die Kuh: Der Koran, S. 119f (vgl. Sure 2, 87ff) (c) Verlag W. Kohlhammer ]

97 Sag: Wenn einer dem Gabriel feind ist – und der hat ihn (d.h. den Koran) doch mit Gottes Erlaubnis dir ins Herz herabkommen lassen, als BestĂ€tigung dessen, was (an Offenbarungen) vor ihm da war, und als Rechtleitung und Frohbotschaft fĂŒr die GlĂ€ubigen –, 98 wenn einer Gott und seinen Engeln und Gesandten und dem Gabriel und Michael feind ist, so ist (umgekehrt auch) Gott den UnglĂ€ubigen feind.  99 Und wir haben doch (im Koran) klare Zeichen zu dir hinabgesandt. Nur die Frevler glauben nicht daran.  [Sure 2. Die Kuh: Der Koran, S. 120 (vgl. Sure 2, 9699) (c) Verlag W. Kohlhammer]

1) Die Entstehung des Koran aus islamischer Sicht

Der Koran besteht aus 114 Suren – alle von einer Quelle, nĂ€mlich letztlich aus dem Munde Mohammeds, und wurden von seinen JĂŒngern aufgeschrieben, und zwar auf das, was gerade zur Hand war: PapyrusblĂ€tter, Pergament, Tonscherben, Stoffreste u.a.m.

Hinter dieser Genese des Koran steckt aber die Überzeugung, dass Gott selbst den Koran in arabischer Sprache auf einer ehernen (ewigen) Tafel vor aller Zeit schrieb.[vgl. die beiden Tafel der 10 Gebote] – und deshalb sei dieser die Ă€lteste und ursprĂŒnglichste Offenbarung Gottes an den Menschen. Damit diese göttliche Offenbarung zu den Menschen gelangen konnte, wurde in der  Ù„ÛŒÙ„Ű© Ű§Ù„Ù‚ŰŻŰ± “Nacht der Kraft/Bestimmung” der Koran der Engelwelt ĂŒbermittelt. “Als besonders heilig gilt die Nacht des 27. Ramadan, die »Laylat al-Qadr« Ù„ÛŒÙ„Ű© Ű§Ù„Ù‚ŰŻŰ± (Nacht der Bestimmung), in der die erste Koran-Offenbarung erfolgt sein soll.” [Lexikon des Islam: Fasten, Bd. 1, S. 242-243) (c) Verlag Herder] 

Gabriel erhielt den Auftrag, dem Rasul (Gesandter)  Mohammed die Botschaft fĂŒr die Menschen zu ĂŒbermitteln, und zwar HĂ€ppchenweise, passend zu der jeweiligen Situation.

Mohammad galt zu dieser Zeit als Hanif – Gott suchender. In seinem Ehevertrag mit Khadidscha bint Khuwailid bekam Mohammed das Recht zugesprochen, einen Monat lang jedes Jahr sich in die WĂŒste zurĂŒckziehen zu dĂŒrfen, um zu fasten und zu beten. Vorbild fĂŒr ihn waren die christlichen (oder hĂ€retischen) Einsiedlermönche, die eine asketisch-komplentatives Leben in Höhlen in großer Einsamkeit verbrachten.

FĂŒr die islamische Gelehrsamkeit ist jedoch wichtig fest zu halten, dass der Koran immer nur im Trance ĂŒbermittelt wurde  – alles andere, was Mohammed bei wachem Verstand gesagt hat gilt (nur) als Hadithe… (ob Mohammed Epileptiker war oder an einer Geisteskrankheit litt?)

Als sicher gilt jedenfalls, dass Mohammed die Koranabschnitte mĂŒndlich ĂŒberlieferte und dass seine GefĂ€hrten sich bemĂŒhten, die Verse auswendig zu lernen. (S.u. zum Thema Überlieferung des Koran zur Zeit Uthmans).

War Mohammed Analphabet? Wird von frommen Muslimen als Beweis fĂŒr den ĂŒbernatĂŒrlichen Charakter des Koran gesehen, andere halten es fĂŒr höchst unwahrscheinlich, dass ein GeschĂ€ftsmann, der mit Rechnungen und Schuldbriefen umgehen musste, Analphabet hĂ€tte sein können. Aus zu schließen ist es allerdings nicht. Es gab eine Schreiberzunft und auch Mohammed hat einen persönlichen SekretĂ€r gehabt. Bis in die Zeit der Modern hat es im Orient wohlhabende und mĂ€chtige Personen gegeben, die des Schreibens und Lesens nicht mĂ€chtig waren (vereinzelt heute noch).

Als erste Offenbarung in der Höhle am Berg Hira gilt Sure 96 (Der Klumpen/Der Embryo):

1 Trag vor im Namen deines Herrn, der erschaffen hat, 

2 den Menschen aus einem Klumpen/Embryo erschaffen hat! 

3 Trag vor! Dein höchst edelmĂŒtiger Herr ist es ja, 

4 der den Gebrauch des Schreibrohrs gelehrt hat (oder: 

der durch das Schreibrohr gelehrt hat), 

5 den Menschen gelehrt hat, was er (zuvor) nicht wußte…

[Sure 96. Der Embryo: Der Koran, Sure 96, 15, S. 1078(c) Verlag W. Kohlhammer]

ebenfalls zu den frĂŒhen Suren gehört Sure 114 (Die Menschen) und gibt Einsicht in das religiöse Verlangen Mohammeds:

Im Namen des barmherzigen und gnÀdigen Gottes.

1 Sag: Ich suche Zuflucht beim Herrn der Menschen, 

2 dem König der Menschen, 

3 dem Gott der Menschen, 

4 vor dem Unheil  von EinflĂŒsterung, – von dem heimtĂŒckischen Kerl,

5 der in die Brust der Menschen (böse Gedanken) einflĂŒstert, 

6 sei es ein Dschinn oder ein Mensch.

[Sure 114. Die Menschen: Der Koran, S. 1098, Verlag W. Kohlhammer]

Hier sehen wir auch eine der Wurzel fĂŒr das Verhalten beim rituellen Gebet, wo der zum Gebet bereite Muslim sich zum Zeichen der Buße an den Ohren packt (oder etwas verklĂ€rter die HĂ€nde wie zum Hören an die Ohren legt), sich dem guten Engel ĂŒber der rechten Schulter sich zuwendend um Schutz bittet, und dann zum bösen Engel ĂŒber seiner linken Schulter sich zuwendend diesem im Namen Allahs wehrt. Danach kommen die Verneigungen, Verbeugungen und die Halb-Prostration, bei der die Stirn auf den Boden gedrĂŒckt wird (ein blauer Fleck auf der Stirn eines Muslimen ist eine sichere Indiz, dass dieser sich als besonders fromm versteht!).

Aber zurĂŒck um Koran: Wie gesagt, die Verse des Koran wurden auswendig gelernt und “rezitiert”. Eine Anordnung war gar nicht möglich oder notwendig. Die Originalaufschriften wurden nach islamischer Tradition in einer Kiste aufbewahrt, bis eines Tages eine Ziege sich Zugang dazu verschaffte und die essbaren Teile der Originale gefressen hat


Umar hat den Auftrag gegeben, die Quellen zu vereinheitlichen (Anordnung nicht chronologisch).

Die chronologische Anordnung der Suren ist nur Islamgelehrten bekannt, wobei es keine einheitliche Sicht davon gibt.

Der Buchstabe ist heilig (Behandlung des Buchs, Amuletten und Potionen im Volksislam)

(Granth im Sikkhismus)

Die Rezitation bringt Verdienst.

Das Prinzip der Abrogation

(Nehls: Christen antworten Muslime S.25f “wie steht es mit dem exegetischen Prinzip des »mansukh« (= ein von Gott zurĂŒckgezogener Text) und »nasikh« (= der Text, der anstelle eines mansukhTextes eingesetzt wird)?

Wir mĂŒssen verstehen, daß die Verse aus Sure 2,107 und 16,102 nicht das Anliegen haben, ein besseres VerstĂ€ndnis des Textes zu ermöglichen und auch nicht gegeben wurden im Hinblick auf eine progressive Fortsetzung vorislamischer Schriften, wo Erweiterungen und neue Aspekte sicher ihren Platz hĂ€tten. Sie sind offensichtlich gegeben worden, um Verbesserungen an einem als offenbart geltenden Text, innerhalb

von etwa 20 Jahren (und meist weniger), zu rechtfertigen.

Wir verweisen hier auf das exegetische Prinzip: Wenn wir (26) wissen wollen, was ein gewisser Abschnitt wirklich bedeutet, mĂŒssen wir ermitteln, was der betreffende Text seinen ursprĂŒnglichen Hörern wirklich sagen wollte. Wie verstanden sie ihn? Erst wenn wir dies getan haben, können wir einen Text, ohne ihn zu entstellen, in unsere Gegenwartssituation hineininterpretieren.

Um die ursprĂŒngliche Bedeutung herauszufinden, sollte man sicher auch die Kommentare der alten GlaubensvĂ€ter zu Rate ziehen und sehen, wie sie den Text verstanden und interpretiert haben.

Die »Tafsir-i-Azizi« (Tafsir = Kommentar oder Auslegung) erklĂ€rt drei Arten von ZurĂŒcknahme bzw. Austausch eines Textes:

  1. wo ein Vers herausgenommen wurde und an seine Stelle ein anderer eingesetzt wurde,
  2. wo ein Gebot (oder Verbot) abgeschafft wurde, aber die Buchstaben des Textes geblieben sind,
  3. wo beides, Text und Gebot (Verbot), aus dem Text entfernt wurden.

Nach Jalalu’dDin ist die Zahl der zurĂŒckgenommenen bzw. ausgetauschten Texte zwischen 5 und 500 geschĂ€tzt worden (»Dictionary of Islam«, Seite 520).

In seinem »Itqan« stellte er eine Liste von 20 Versen zusammen, die von allen Kommentatoren als abgeÀndert anerkannt worden sind (»Dictionary of Islam«, Seite 520).

(27) Einige sollen ErwÀhnung finden:

  • Die Quibla (Gebetsrichtung) wurde von Jerusalem nach Mekka abgeĂ€ndert (Sure 2,143-145).
  • Die Teilung des Erbes, das von Eltern oder Verwandten zurĂŒckgelassen wird, soll gemĂ€ĂŸ Sure 4,8 gleichmĂ€ĂŸig erfolgen, was aber durch Vers 12 abgeĂ€ndert wurde, wo
  • befohlen wird, daß MĂ€nner den doppelten Anteil von Frauen erhalten sollen.
  • Das Nachtgebet, in dem der Koran rezitiert werden soll, sollte etwa die halbe Nacht beanspruchen 73,35). Dies wurde abgeĂ€ndert in: »daher rezitiert aus dem Koran, wie es euch leicht und möglich ist«

Aischa, Mohammeds Lieblingsfrau erklĂ€rte diesen Text als einen spĂ€ter (nach Mohammeds Tod) zugefĂŒgten Vers. Bei Ehebrecherinnen war eine lebenslĂ€ngliche Gefangenschaft vorgesehen (Sure 4,16), die aber in eine Strafe von 100 Peitschenhieben abgeĂ€ndert wurde (Sure 24,3). Dies trotz der Nachsicht die fĂŒr reumĂŒtige Homosexuelle (in Sure 4,17) vorgeschrieben ist.

Ich möchte hier außerdem auf einen Text verweisen, der nicht mehr im Koran enthalten ist, nach dem Ehebrecher zu Tode gesteinigt werden sollen. Vergeltungsmaßnahmen in FĂ€llen von Verbrechen, besonders von Mord, sollten auf Menschen gleichen Ranges beschrĂ€nkt bleiben (ein Sklave fĂŒr einen Sklaven, ein Freier fĂŒr einen Freien, ein weibliches Wesen fĂŒr ein weibliches Wesen usw., Sure 2,179). Dies widerspricht Sure 5.46 und Sure 17.34, wo Vergeltungsmaßnahmen nur gegen den Mörder angewandt werden dĂŒrfen (Leben fĂŒr Leben, Auge um Auge etc.).

Der Jihad oder der Heilige Krieg war wĂ€hrend der heiligen Monate verboten (Sure 9,5); aber in Vers 36 ist er nicht nur erlaubt, sondern man wird dazu geradezu  ermutigt, was natĂŒrlich den erstgenannten Vers aufhebt.

Der Orientalist und Islamologe John Burton schreibt: »Sure 2,10 steht am Beginn einer Reihe von durchgreifenden VerĂ€nderungen oder Modifizierungen die von Mohammed sowohl auf ritueller als auch auf gesetzlicher Ebene eingefĂŒhrt wurden. Der Vers leitet somit die Änderung der Quibla (Verse 116, 178, 125252); der Riten fĂŒr Pilgerreisen (Vers 158); gewisser DiĂ€tvorschriften (Verse 168174); des Rachegesetzes (Verse 178179); der Regelung von Hinterlassenschaften 27

2) Die Entstehung der Bibel (aus christlicher Sicht)

66 Kanonische BĂŒcher, Hunderte von Autoren! Kollektivwerk!

A) Durch genaues Erforschen:

Lk 1,1ff 1 Viele haben es schon unternommen, Bericht zu geben von den Geschichten, die unter uns geschehen sind, 2 wie uns das ĂŒberliefert haben, die es von Anfang an selbst gesehen haben und Diener des Worts gewesen sind.  3 So habe auch ich’s fĂŒr gut gehalten, nachdem ich alles von Anfang an sorgfĂ€ltig erkundet habe, es fĂŒr dich, hochgeehrter Theophilus, in guter Ordnung aufzuschreiben, 4 damit du den sicheren Grund der Lehre erfĂ€hrst, in der du unterrichtet bist.

1 Petr 1,10ff Nach dieser Seligkeit haben gesucht und geforscht die Propheten, die von der Gnade geweissagt haben, die fĂŒr euch bestimmt ist,11 und haben geforscht, auf welche und was fĂŒr eine Zeit der Geist Christi deutete, der in ihnen war und zuvor bezeugt hat die Leiden, die ĂŒber Christus kommen sollten, und die Herrlichkeit danach. 12 Ihnen ist offenbart worden, dass sie nicht sich selbst, sondern euch dienen sollten mit dem, was euch nun verkĂŒndigt ist durch die, die euch das Evangelium verkĂŒndigt haben durch den heiligen Geist, der vom Himmel gesandt ist,  was auch die Engel begehren zu schauen.

B) Menschen Machen Erfahrungen mit Gott und erkennen daraus den Willen Gottes 

(Jakob, Josef, Psalmen)

C) Menschen empfangen durch Offenbarung den Willen Gottes, der Sie betrifft (Abraham, Jakob, Joseph, die Propheten des AT, Offenbarung des Johannes)

2.Tim 3,16 Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nĂŒtze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit,

2.Petr 1,1921 Um so fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, daß ihr darauf achtet… 20 Und das sollt ihr vor allem wissen, daß keine Weissagung in der Schrift eine Sache eigener Auslegung ist. 21 Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht worden, sondern [a] getrieben von dem heiligen Geist haben Menschen im Namen Gottes geredet.

Eine FĂŒlle von Autoren, Eine Kette von Zeugen

(Hebr 12,1: Darum auch wir: Weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, laßt uns ablegen alles, was uns beschwert, und die SĂŒnde, die uns stĂ€ndig umstrickt, und laßt uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist)

Die Botschaft ist heilig

das Befolgen ist entscheidend!

II Zwei Botschaften

viele Gemeinsame Elemente und Geschichten (Abraham, Joseph, Jesus, Mara –  Jungfrauengeburt)

Unter den Propheten haben wir einige vor anderen bevorzugt. Mit einigen sprach Gott selbst, andere bevorzugte er noch mehr. Dem Jesus, Sohn Miriams, gaben wir Wunderkraft, und rĂŒsteten ihn mit dem heiligen Geist aus. HĂ€tte Gott es gewollt, so wĂŒrden die spĂ€ter Lebenden, nachdem ihnen so deutliche Belehrung zuteil geworden ist, nicht verschiedener Ansicht sein. Aber sie sind verschiedener Meinung; einer glaubt, der andere leugnet. Wenn Gott es nur wollte, sie stritten nicht miteinander. Aber Gott tut, was er will. 2, 253

– Abweichungen (Isaak, Jesus – Kreuzigung, heilige Geist) werden unterschiedlich erklĂ€rt:

Islam: Das Injil ist korruptiert worden (Paraklet)

61,611

6  Und als Jesus, der Sohn Marias, sagte: »O Kinder Israels, ich bin der Gesandte Gottes an euch, um zu bestĂ€tigen, was von der Tora vor mir vorhanden war, und einen Gesandten zu verkĂŒnden, der nach mir kommt: sein Name ist Ahmad* 187.« Als er nun mit den deutlichen Zeichen zu ihnen kam, sagten sie: »Das ist eine offenkundige Zauberei.«

[Koranstellen: Lexikon des Islam, S. 1777

(vgl. LdIslam Bd. 3, S. 903) (c) Verlag Herder]

*(oder:“hochgelobt“, so Paret)

Christentum: Die hĂ€retischen Quellen sind falsch, bzw Mohammed hat christliche Texte nur ungenau ĂŒbermittelt bekommen oder schlicht falsch verstanden (ostsyrische Quellen?)

Darauf sagt Gott: O du Jesus, Sohn der Maria, gedenke meiner Gnade gegen dich und deine Mutter, ich habe dich ausgerĂŒstet mit dem heiligen Geist, damit du schon in der Wiege zu den Menschen reden konntest, und auch, als du herangewachsen bist; ich lehrte dich die Schrift und die Weisheit, die Thora und das Evangelium. Du schufst mit meinem Willen die Gestalt eines Vogels aus Ton; du hauchtest in ihn, und mit meinem Willen wurde er ein wirklicher Vogel. Mit meinem Willen heiltest du einen Blindgeborenen und einen AussĂ€tzigen, und mit meinem Willen brachtest du Tote aus ihren GrĂ€bern. Ich hielt die Kinder Israels ab, Hand an dich zu legen, als du mit deutlichen Beweisen zu ihnen kamst, und sie, welche nicht glaubten, sagten: Dies ist alles offensichtliche TĂ€uschung. 5, 110

gnostische Texte und Vorstellungen!

1) Islam heißt Unterwerfung

die fĂŒnf SĂ€ulen des Islam

Iman (Shahada)

Soum

Schirk – Gott hat keinen Freund und keinen Partner (Sufis verfolgt)

Sprich: So hat ihn der heilige Geist (Gabriel) von deinem Herrn in Wahrheit herabgebracht, die GlĂ€ubigen zu stĂ€rken, und als eine Leitung und frohe Botschaft fĂŒr die Moslems. 16, 102

2) Nach der Bibel wird im Glauben an Jesus Christus durch die Innewohnung des heiligen Geistes der Mensch zum Kind Gottes

Habib – warum sĂŒndigt ihr Christen nicht?

die Mission Gottes in der Bibel  

Mt. 28,18-20;

Mt 11,28-30 Kommt her zu mir, alle, die ihr mĂŒhselig und beladen seid; ich will euch erquicken. [a] a) Kap 12,20; 23,4; Jer 31,25

29 Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmĂŒtig und von Herzen demĂŒtig; so werdet ihr [a]Ruhe finden fĂŒr eure Seelen. a) Jes 28,12; Jer 6,16  30 Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.[a] a) Lk 11,46; 1.Joh 5,3

Mt 12,20; 23,4; Jer 31,25

20 das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen, bis er das Recht hinausfĂŒhrt zum Sieg;  4 [a]Sie binden schwere und unertrĂ€gliche BĂŒrden und legen sie den Menschen auf die Schultern; aber sie selbst wollen keinen Finger dafĂŒr krĂŒmmen. a) Kap 11,28-30; Apg 15,10.28

25 denn ich will die MĂŒden erquicken und die Verschmachtenden sĂ€ttigen.«

A) Da’wa – Dar ul Islam – die Einladung

Ummah, Dhimmi

B) Gehet hin – die Suche

Ich bin gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist

weder Jude noch Grieche

Gal 3,28 Hier ist [a] nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn [b] ihr seid allesamt einer in Christus Jesus.

Kol 3,11 Da ist nicht mehr Grieche oder Jude, Beschnittener oder Unbeschnittener, Nichtgrieche, Skythe, Sklave, Freier, sondern alles und in allen Christus. [a]

Gott suchet noch

Die Liebe ist der Weg (Balqis Scheich)

In der Bibel geht es in erster Linie um die Liebe Gottes zu den Menschen – im Koran geht es um die Ehre Gottes.

 

 

[1] Huntington, Samuel P. The Clash of Civilizations and the Remaking of World Order. New edition. Simon & Schuster UK, 2002.

———. Kampf der Kulturen: Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert: The Clash of Civilizations. Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert. 1. Auflage. btb Verlag, 1998.

Bibel und Koran, zwei BĂŒcher, zwei Botschaften

VortrÀge bei der Hafacker Abendbibelschule

 

1.) ABS2015LustnauI-Mo

2.) ABS2015LustnauII-Di

3.) ABS2015LustnauIII-Mi

4.) ABS2015LustnauIV-Do

5.) ABS2015LustnauV-Fr

 

Literaturempfehlungen

Der Koran ist zwar die als Offenbarung anerkannte Grundlage des Islam in allen Richtungen des Islam, die Interpretation des Korans ist aber der SchlĂŒssel zum VerstĂ€ndnis der verschiedenen AusprĂ€gungen dieser Religion/Lebensweise. Es gibt zwei maßgebliche AutoritĂ€ten in allen orthodoxen Schulen des Islam, die die Interpretation des Islam bestimmen, nĂ€mlich die Überlieferungen dessen, was Mohammed selbst erklĂ€renderweise gesagt (hadith – Mehrzahl ahadith) und wie er persönlich gehandelt hat (Sirat-an-Nabi/Biographie Mohammeds durch Ibn Hischam/Ibn Ischhak sowie weitere Quellen der Sunnah).

Eine Zusammenfassung der ahadith/Hadithen  


Die Biographie Ibn Hishams (die moderne Ausgabe s.O.)

oder die historische Ausgabe:

Hishām, Ê»Abd al-Malik Ibn, Muáž„ammad Ibn Isងāq, und Gustav Weil. Das Leben Mohammed’s. J. B. Metzler, 1864.

Ein grĂŒndliches, aber gleichzeitig leicht verstĂ€ndliches Buch ist:

Troeger, Eberhard. Islam im Aufbruch, Islam in der Krise? Brockhaus R. Verlag GmbH. Wuppertal; Giessen: Brockhaus R. Verlag GmbH, 1985.

 

Bei Amazon ab 0,01€ zu kaufen (plus Versand, NatĂŒrlich):

http://www.amazon.de/gp/product/3417122414/ref=olp_product_details?ie=UTF8&me=

 

Auf Englisch sehr eingÀngig aus Konvertitenperspektive:

Caner, Ergun Mehmet, und Emir Caner. Unveiling Islam: An Insider’s Look at Muslim Life and Beliefs. Updated, Expand. Kregel Pubn, 2009.

 

Die BĂŒcher von Adel Theodor Khoury, em. Prof. fĂŒr Rel.-Wiss. MĂŒnster und Libanese mit christlichem Hintergrund sind grundsĂ€tzlich solide – wenn auch manchmal ein bisschen sehr vermittelnd (vgl. Khalil Gibrain):

 

Adel Theodor Khoury: Der Islam und die westliche Welt – Religiöse und politische Grundfragen, o. J.

„Amazon.com Link.“ Zugegriffen 2. September 2015. http://www.amazon.de/Adel-Theodor-Khoury-politische-Grundfragen/dp/B0088NXKBM/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1441198268&sr=1-1&keywords=adel+theodor+khoury+Der+Islam+und+die+westliche+Welt.

„Amazon.com Link.“ Zugegriffen 2. September 2015. http://www.amazon.de/Muhammad-Botschaft-Adel-Theodor-Khoury/dp/3451298252/ref=sr_1_3?s=books&ie=UTF8&qid=1441198136&sr=1-3&keywords=adel+theodor+khoury.

Khoury, Adel Theodor. Der Koran: Erschlossen und kommentiert. 2. Aufl. DĂŒsseldorf: Patmos Verlag, 2005.

———. Muhammad: Der Prophet und seine Botschaft. 1. Aufl. Freiburg, Br.; Basel; Wien: Verlag Herder, 2008.

 

Das Lexikon, an dem er mitgewirkt hat, ist sehr hilfreich:

Khoury, Adel Th, Ludwig Hagemann, und Peter Heine. Islam-Lexikon A – Z: Geschichte – Ideen – Gestalten. 1., erw. u. aktualis. Neuausg. Freiburg: Herder Freiburg, 2006.

Lexikon des Islam (gibt es auch als CD-ROM von der Digitalen Bibliothek/Direktmedia Publishing)

 

 

Die beste Koranausgabe ist immer noch m.E. die von Rudi Paret (mit Kommentar):

 

Paret, Rudi. Der Koran, Kommentar und Konkordanz: Kommentar und Konkordanz von Rudi ParetTaschenbuchausgabe. 8. Aufl. Stuttgart: Kohlhammer, 2012.

(gibt es auch als CD-ROM von der Digitalen Bibliothek/Direktmedia Publishing)

 

Unschlagbar sind die Werke von Tilman Nagel, Patrick Sookhdeo, Bat Bat Ye’or und Hans-Peter Raddatz. Nagel vor allem fĂŒr das fortgeschrittene Studium des Islam.

 

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Hofacker Abendbibelschule:

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