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NACHFOLGE JESU – IM ERNST!

 

Vom Ernst der Nachfolge Lk 9,23-26

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Vom Ernst der Nachfolge Lk 9,23-26

Baptistengemeinde Trossingen 28.5.2017

Lk 9,23-26 Vom Ernst der Nachfolge

23 Da sprach er zu ihnen allen: Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich tĂ€glich und folge mir nach. 24 Denn wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s erhalten.  

25 Denn welchen Nutzen hÀtte der Mensch, wenn er die ganze Welt gewönne und verlöre sich selbst oder nÀhme Schaden an sich selbst?

26 Wer sich aber meiner und meiner Worte schÀmt, dessen wird sich der Menschensohn auch schÀmen, wenn er kommen wird in seiner Herrlichkeit und der des Vaters und der heiligen Engel.

Manfred Seitz:  Erster Schritt ist, die Betroffenheit festzuhalten!

Meine persönliche Betroffenheit: Bin ich MitlÀufer oder Nachfolger?

Das ist die Frage, die Jesus mit diesem Text an uns zunÀchst stellt.

1.) laufe ich mit, oder folge ich nach?

Das Wort “MitlĂ€ufer” hat bei uns einen schlechten Klang. MitlĂ€ufer haben einen schlechten Ruf. MitlĂ€ufer haben kein RĂŒckgrat, wissen nicht was sie wollen, können sich nicht entscheiden… Ich möchte das hinterfragen. Immerhin ist es so, dass nicht jeder mitgelaufen ist, damals als Jesus in die Nachfolge einlud!

Mit zu laufen ist nicht jeder bereit… Auch das Mitlaufen verlangt eine bewusste Entscheidung. Interessiert mich das? Lass ich mich darauf ein? Bin ich bereit, zu zu hören? Mitten drin statt nur dabei? Geht es darum? Wir haben uns damit abgefunden, dass wir weithin eine MitlĂ€uferkirche geworden sind. Oh ja, wir sind dabei, wir wollen auf Jesus hören – wollen auch die Gemeinschaft mit ihm und miteinander nicht missen, aber Jesus ist das zu wenig…

Lk 14 25 Es ging aber eine große Menge mit ihm; und er wandte sich um und sprach zu ihnen:

26 Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, BrĂŒder, Schwestern und dazu sich selbst, der kann nicht mein JĂŒnger sein. 27 Und wer nicht sein Kreuz trĂ€gt und mir nachfolgt, der kann nicht mein JĂŒnger sein.

Viele Menschen sind Jesus nachgelaufen. Die Speisung der FĂŒnftausend. Die Speisung der Viertausend


Viele Menschen sind auch mitgelaufen. Darunter waren Leute wie der reiche JĂŒngling, der sogar nachfolgen wollte, aber den Preis der Nachfolge nicht bezahlen wollte


Jugendfreund, der sich wieder von Jesus lossagte


In unserem Abschnitt aus Lk 9 wird es deutlich: Jesus will Nachfolger, nicht MitlÀufer!

Wer Jesus nachfolgen will, muss es mit dem Kreuz aufnehmen – er muss sein Kreuz tĂ€glich auf sich nehmen!

Was heißt das? (Kreuzigungsvorgang – patibulum auf den Axeln tragen – ein Strich durch das Leben – Ausschluss aus der Gesellschaft)

Wer Jesus nachfolgen will, muss ganz und gar ihm gehören. Das bedeutet nichts anderes, als dass die Welt auf mich keinen Anspruch mehr hat – und ich nicht auf die Welt. Wir sind in der Welt, aber nicht von der Welt. Wir ecken an. Der Anspruch Jesu eckt an!

Jesus hat nicht dazu aufgefordert, einer Kirche bei zu treten. Er rief in die Nachfolge!

Alfred Loisy sagte: Jesus kĂŒndigte das Reich Gottes an und es ist die Kirche, die gekommen ist. („JĂ©sus annonçait le Royaume et c’est l’Église qui est venue“: Loisy 1902)

Zu welchem Reich gehöre ich?

Bin ich MitlÀufer in der Gemeinde oder Nachfolger Jesu Christi?

An Jesus scheiden sich die Geister.

Du kannst nur fĂŒr Jesus oder gegen ihn sein – In unzĂ€hligen Entscheidungen jeden Tag entscheiden wir uns fĂŒr oder gegen Jesus – wie wir auf eine schnippische Bemerkung reagieren, was wir denken und sagen, wie wir mit Gottes guten Gaben haushalten…

2.) Der Preis der Nachfolge

Diese Thema ist zentral. Das Lukasevangelium kommt immer wieder darauf zurĂŒck (aber auch die anderen Evangelien!). Der große Kontext:

{Lk 12,16- 21 (20f) Der reiche Kornbauer

16 Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: Es war ein reicher Mensch, dessen Feld hatte gut getragen. 17 Und er dachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nichts, wohin ich meine FrĂŒchte sammle. 18 Und sprach: Das will ich tun: ich will meine Scheunen abbrechen und grĂ¶ĂŸere bauen, und will darin sammeln all mein Korn und meine VorrĂ€te 19  und will sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du hast einen großen Vorrat fĂŒr viele Jahre; habe nun Ruhe, iß, trink und habe guten Mut!

20 Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wem wird dann gehören, was du angehÀuft hast? 21 So geht es dem, der sich SchÀtze sammelt und ist nicht reich bei Gott. }

Die Trennung zwischen JĂŒnger Jesu und Welt greift bis in die Kernfamilie hinein:

Lk 12,51-53 Meint ihr, daß ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf Erden? Ich sage: Nein, sondern Zwietracht. 52 Denn von nun an werden fĂŒnf in einem Hause uneins sein, drei gegen zwei und zwei gegen drei. 53 Es wird der Vater gegen den Sohn sein und der Sohn gegen den Vater, die Mutter gegen die Tochter und die Tochter gegen die Mutter, die Schwiegermutter gegen die Schwiegertochter und die Schwiegertochter gegen die Schwiegermutter.

Wer sich fĂŒr Jesus entscheidet, entscheidet sich gegen die Welt. Wer das Leben im Sinne der Welt sucht (Ruhm, Reichtum, Macht, Sicherheit), wird das ewige Leben nicht darin finden können! Der Gedanke aus unserem Text (Denn wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s erhalten.

25 Denn welchen Nutzen hÀtte der Mensch, wenn er die ganze Welt gewönne und verlöre sich selbst oder nÀhme Schaden an sich selbst?) wird Lk 17,33 wiederholt  Wer sein Leben zu erhalten sucht, der wird es verlieren; und wer es verlieren wird, der wird es gewinnen. 

hassen und lieben

prioritÀten setzen

sich fĂŒr einen oder den anderen entscheiden.

sein Kreuz tragen

die Kosten ĂŒberschlagen

loslassen und lossagen

frei sein fĂŒr Jesus

(Feuer/EntfĂŒhrung) wir definieren uns von dem her, was wir haben – bzw. Meinen zu haben…

Ich will Ihnen erzĂ€hlen vom erfolgreichen Rechtsanwalt, der die Aufforderung Jesu an den reichen JĂŒngling zu Herzen nahm. Das Zeugnis, das er gab, hat mich tief beeindruckt. Ich war damals 15 Jahre alt, es war die erste Freizeit, auf die ich alleine gegangen war, ohne irgendwelche Freunde oder Familie. Die Freizeit war auf einer Insel vor Vancouver Island. Ich weiß nicht mehr wie ich hingekommen oder wie ich nach hause gekommen bin. Ich weiß auch sonst nicht was wir dort gemacht haben – außer meinem ersten Kuss ;-), aber diese eine Veranstaltung habe ich habe ich immer noch vor mir: Wir sind an die 300 Jugendliche in einem großen, rustikalen Saal und warten auf den Redner. Seine Termine seien so eng, dass er mit einem WassertrĂ€gerflugzeug reingeflogen wird. Wir singen, es gibt Anspiele – und dann hören wir das Dröhnen des Flugzeugmotors, das immer lauter wird. Durch die großen Fensterscheiben sehen wir, wie das Flugzeug an der Bootsanlegestelle andockt und unser Redner aussteigt. Er wird direkt auf die BĂŒhne gefĂŒhrt – er hat nur eine Stunde Zeit, aber er will uns unbedingt erzĂ€hlen, was sein Leben verĂ€ndert hat.

Er ist eine eher unscheinbare Gestalt im kurzĂ€rmligen Hemd und schwarzer Buntfalthose. Aber unsere Aufmerksamkeit hat er sofort. Er erzĂ€hlt aus seinem Leben, wie er als Junger Rechtsanwalt seine Bibel gelesen hatte – die Geschichte vom reichen JĂŒngling. Da wurde ihm sofort klar: “Du bist gemeint! Du sollst all deine Habe verkaufen und es den Armen geben. Dein Leben soll mir gehören!” So klang die Stimme Gottes in seinem Herzen. Er erzĂ€hlte das seiner Frau. Erstaunlicherweise ließ sie sich darauf ein – obwohl sie ein Baby hatten. So beschlossen sie, das Haus mit allem was drin war – auch in der Garage – zu verkaufen und es den Armen zu geben. Sie behielten lediglich den Kinderwagen und WĂ€schewechsel fĂŒr das Kind – und beim Verlassen des Hauses sah die Frau noch ihr ErbstĂŒck, eine Vase von der Uroma, im Regal stehen. Sie steckte die Vase in den Kinderwagen und sie gingen in ein Motel.

Aber alles kam anders als erwartet. Statt in einen geistlichen Dienst gefĂŒhrt zu werden, konnte der Mann sich vor Mandanten nicht mehr retten. Rechtsstreitigkeiten mit hohem Streitwert machten ihn binnen kĂŒrzester Zeit noch viel reicher als er es zuvor gewesen war (man denke an Hiob). Die beiden begriffen, dass Gott sie in dem Beruf gebrauchen wollte – aber als solche, die nicht von ihrem Besitz abhĂ€ngig waren.

Es waren die flower-power Jahre der frĂŒhern Sechziger. Junge Menschen suchten nach alternativen Lebensstilen. Die Hippies fielen ĂŒberall auf. Das Ehepaar kaufte ein großes Haus,

aber alles als Gottes Gabe und Gottes Eigentum betrachtete und den Hippies die TĂŒren offen hielt. Es waren immer welche da, die auf den Sofas oder dem mit dickem  Nichts wurde in all den Jahren gestohlen  außer der Vase!

3.) Der Lohn der Nachfolge

Nur durch Nachfolge komme ich ins Ziel

wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s erhalten

Lk 18,28-30 Der Lohn der Nachfolge

28 Da sprach Petrus: Siehe, wir haben, was wir hatten, verlassen und sind dir nachgefolgt. 29 Er aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der Haus oder Frau oder BrĂŒder oder Eltern oder Kinder verlĂ€sst um des Reiches Gottes willen, 30 der es nicht vielfach wieder empfange in dieser Zeit und in der zukĂŒnftigen Welt das ewige Leben.

{Matt 6,33 Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.}

Wer nicht bereit ist, Jesus Christus ĂŒber Vater, Mutter, Frau oder Mann und Kinder zu stellen, wird nicht erfahren, was es heißt, vom Himmlischen Vater getragen zu werden und hundertfache Geschwister im Glauben zu bekommen.

„Wer die Sicherheit des Flugzeugs nicht hinter sich lĂ€sst, kann nicht erfahren, dass ein Fallschirm trĂ€gt
“

noch mal:

Lk 9,23-26 Da sprach er zu ihnen allen: Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich tĂ€glich und folge mir nach. 24 Denn wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s erhalten.  

25 Denn welchen Nutzen hÀtte der Mensch, wenn er die ganze Welt gewönne und verlöre sich selbst oder nÀhme Schaden an sich selbst?

26 Wer sich aber meiner und meiner Worte schÀmt, dessen wird sich der Menschensohn auch schÀmen, wenn er kommen wird in seiner Herrlichkeit und der des Vaters und der heiligen Engel.

In Jesu Fussstapfen gehen – wwjd

Uns Jesu Christi nicht schĂ€men – Paulus!

pers. Zeugnis

PrioritÀten setzen.

Das Kreuz (tÀglich) auf sich nehmen!

SL Lk 14 25-33

25 Es ging aber eine große Menge mit ihm; und er wandte sich um und sprach zu ihnen:

26 Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, BrĂŒder, Schwestern und dazu sich selbst, der kann nicht mein JĂŒnger sein. 27 Und wer nicht sein Kreuz trĂ€gt und mir nachfolgt, der kann nicht mein JĂŒnger sein. 

28 Denn wer ist unter euch, der einen Turm bauen will und setzt sich nicht zuvor hin und ĂŒberschlĂ€gt die Kosten, ob er genug habe, um es auszufĂŒhren,  29 damit nicht, wenn er den Grund gelegt hat und kann’s nicht ausfĂŒhren, alle, die es sehen, anfangen, ĂŒber ihn zu spotten,

30 und sagen: Dieser Mensch hat angefangen zu bauen und kann’s nicht ausfĂŒhren?

31 Oder welcher König will sich auf einen Krieg einlassen gegen einen andern König und setzt sich nicht zuvor hin und hĂ€lt Rat, ob er mit Zehntausend dem begegnen kann, der ĂŒber ihn kommt mit Zwanzigtausend? 32 Wenn nicht, so schickt er eine Gesandtschaft, solange jener noch fern ist, und bittet um Frieden.

33 So auch jeder unter euch, der sich nicht lossagt von allem, was er hat, der kann nicht mein JĂŒnger sein.