Predigt zu Markus 4,41-45 in Sielmingen

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Mk 4,35-41 4.Sonntag vor der Passionszeit – Sielmingen

Predigtskizze:

Die Stumstillung ist im Markusevangelium Auftakt zu einer Reihe von vier Wundern.

  1. Stumstillung
  2. Austreibung des Geraseners
  3. Heilung der blutflĂŒssigen Frau
  4. Auferweckung des 12-jÀhrigen MÀdchens

Sie wollen Jesu umfassende Macht demonstrieren ĂŒber alle Bereiche:

  1. Über die Natur – ĂŒber die sichtbare Welt,
  2. ĂŒber die Geister – die unsichtbare Welt,
  3. ĂŒber die Krankheit – ĂŒber die gefallene Welt,
  4. ĂŒber den Tod – Jesus ist auch Herr in der Auferstehung!

Die Wunder erzÀhlen also von Jesu Macht/Allmacht.

Über allen WundererzĂ€hlungen steht aber noch die Verheißung Jesu: Ihr werdet noch GrĂ¶ĂŸere Wunder tun! (John 14:12 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und er wird noch grĂ¶ĂŸere als diesetun; denn ich gehe zum Vater.)

Das Wunder der Sturmstillung verdeutlicht gerade diese Wahrheit:

Mark 4:35Und am Abend desselben Tages sprach er zu ihnen: Lasst uns hinĂŒberfahren. 36Und sie ließen das Volk gehen und nahmen ihn mit, wie er im Boot war, und es waren noch andere Boote bei ihm. 37Und es erhob sich ein großer Windwirbel und die Wellen schlugen in das Boot, sodass das Boot schon voll wurde. 38Und er war hinten im Boot und schlief auf einem Kissen. Und sie weckten ihn auf und sprachen zu ihm: Meister, fragst du nichts danach, dass wir umkommen? 39Und er stand auf und bedrohte den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig und verstumme! Und der Wind legte sich und es entstand eine große Stille. 40Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so furchtsam? Habt ihr noch keinen Glauben? 41Sie aber fĂŒrchteten sich sehr und sprachen untereinander: Wer ist der? Auch Wind und Meer sind ihm gehorsam!

Der Predigttext öffnet einen dreifachen Blick:

1 der Blick voller Angst

– die Wirklichkeit unserer Ohnmacht 

2 der Blick voller Staunen

– die Wirklichkeit Jesu Macht!

3 der Blick voller Glauben

– die neue Wirklichkeit von der Gelassenheit im Glauben/Vertrauen

1 der Blick voller Angst

Am Anfang dieser Begebenheit steht die Wirklichkeit unserer Ohnmacht. Die JĂŒnger können nichts tun. Ihre Mittel als erfahrene Seeleute sind erschöpft.

Wir können die Angst in den Augen der JĂŒnger förmlich sehen. Sie haben Todesangst


Jesus schlĂ€ft in aller Ruhe auf dem Kissen – Das regt die „frommen JĂŒnger“ auf!! Wie kann er bloß?

sie weckten ihn auf und sprachen zu ihm: Meister, fragst du nichts danach, dass wir umkommen?

Ich weiß nicht, was das grĂ¶ĂŸere Wunder ist: den Sturm zu stillen, oder TROTZ des Sturmes in Ruhe schlafen zu können!

Jesus schlĂ€ft in aller Ruhe im Heck auf dem Kissen, das Boot schon fast voll mit Wasser – wie kann er das?

Jesu völliges Gottvertrauen. Was sollten wir nicht alles von Jesus lernen! Ich bin ĂŒberzeugt, dass wir es können! Wir sehen es z.B. an Petrus. Nicht sofort, aber mit der Zeit hat er es doch gelernt
 Hat er noch aus Furcht vor den Juden bei Jesu Verhör im Palast des Hohepriesters seinen Herrn dreimal verleugnet, finden wir ihn Apg 12,7 in der Nacht vor seiner geplanten Hinrichtung angekettet zwischen zwei Soldaten in solch ruhigem und tiefen Schlaf, dass der Engel ihn in die Seite stoßen muss, damit er wach wird


hat Petrus diese Gelassenheit im GefĂ€ngnis von ihm gelernt? Ich meine: Ja! Als es hart auf hart kam und die Lage wirklich ernst und zutiefst bedrohlich wurde, merkte er, dass er sich auf seinen Herrn verlassen kann – und verlassen muss! Deswegen hat er auch das volle Recht, in seinem 1. Brief Kapitel 5,7 uns dazu aufzufordern, „alle unsere Sorgen auf ihn (Christus) zu werfen“!

Vertrauen lernen wir aber immer erst im Ernstfall:

Die JĂŒnger hĂ€tten aber am Abend mit Sturm rechnen mĂŒssen. Es gibt regelmĂ€ĂŸig Fallwinde vom Golan, wenn die Sonne im Westen untergegangen ist und die Thermik im Osten aufhört.  – Habe die JĂŒnger vielleicht schon etwas Vertrauen mitgebracht gehabt? – Eine wichtige Erkenntnis: Vertrauen ist leicht, solange wir nicht darauf angewiesen sind!

2Tim. 3:5sie haben den Schein der Frömmigkeit, aber derenKraftverleugnen sie; solche Menschen meide! („Kraft“ kommt 50x bei Paulus allein in seinen Briefen vor!) Wir haben unseren Blick auf die Rechtfertigungslehre eingeengt und beschrĂ€nkt und haben vergessen, wozu Christus uns erlöst hat: zu einem Leben in der Kraft seines Geistes als Kinder Gottes!

Gal. 2:20Ich lebe, doch nun nicht ich, sondernChristuslebtin mir.

Col. 1:27denen Gott kundtun wollte, wasderherrliche Reichtum dieses Geheimnisses unter den Heiden ist, nÀmlich Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.

In der Welt habt ihr Angst
 John 16:33Das habe ich mit euch geredet, damitihrin mir Friedenhabt. In der Welthabt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt ĂŒberwunden.

Stillt Jesus jeden Sturm? Nein!

Jonas Lösung ist sogar ins Meer geworfen zu werden – erst im Bauch des Fisches nach Erkennntnis seiner Schuld erfĂ€hrt er Geborgenheit – dort, wo er weiß, dass Gott allein ihn hingebracht hat!

Apg 27-28 bei Malta erlebt Paulus die Havarie–Schiffswrack – bekommt nur die Zusage, dass alle am Leben bleiben werden


Nein, Gott nimmt uns nicht die StĂŒrme und auch nicht die Angst, aber er gibt uns die Zusage, dass er helfen kann, dass er unsere Angst besiegen kann: In der Welthabt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt ĂŒberwunden

 

2 der Blick voller Staunen

Am Anfang dieser Begebenheit stand die Wirklichkeit unserer Ohnmacht

In der Mitte dieser Begebenheit steht die Wirklichkeit Jesu Macht!

Und er stand auf und bedrohte den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig und verstumme! Und der Wind legte sich und es entstand eine große Stille.

Interessanterweise hat die Stillung des Sturms eine noch grĂ¶ĂŸere Furcht – vielleicht besser: Ehrfurcht bei den JĂŒngern entstehen lassen. Sie aber fĂŒrchteten sich sehr und sprachen untereinander: Wer ist der? Auch Wind und Meer sind ihm gehorsam! 

Was fĂŒr ein Mensch! Wer ist dieser Jesus, dem Wind und Wellen Gehorchen?

Interessant ist aber auch, dass Jesus mit UnverstĂ€ndnis reagiert und seine JĂŒnger rĂŒgt:

Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so furchtsam? Habt ihr noch keinen Glauben?

Wenn Jesus seinen JĂŒngern – und damit auch uns – eineszumutet, dann ist es das Vertrauen in ihn. Jeden Tag neu werden wir dabei auf die Probe gestellt: Reicht unser Vertrauen in ihn? 
Wenn wir die Arbeitstelle verlieren? 
Wenn die Diagnose auf „unheilbar krank“ lautet? 
Wenn der Partner mich verlĂ€sst? 
Wenn die Schuldenlast drĂŒckt? 
Wenn der beste Freund einen im Stich lĂ€sst? 
Wenn ich keine Zulassung fĂŒr mein Traumstudium bekomme?

Die Liste könnten wir beliebig fortsetzen


Mit der Stillung des Sturms hat Jesus seine Macht unter Beweis gestellt – und das nicht nur den 12 – es waren noch andere Boote bei ihm
Aber es sollte ebenso eine Lektion im Vertrauen sein!

Am Anfang dieser Begebenheit stand die Wirklichkeit unserer Ohnmacht

In der Mitte dieser Begebenheit steht die Wirklichkeit Jesu Macht!

Das soll unser Vertrauen stÀrken! Jesus will uns damit den Glauben lehren!

3 der Blick voller Glauben

Wie wĂŒrde Jesus uns wohl begrĂŒĂŸen, wenn er heute zu uns kĂ€me? Von den Evangelien her kennen wir zwei BegrĂŒĂŸungen, die er gerne verwendete:

„Friede sei mit euch!“ und „FĂŒrchtet euch nicht!“


Mit Jesus gibt es eine neue Wirklichkeit, in der die Angst nicht regieren darf. Jesus bringt Gelassenheit im Glauben und ein Grund-Vertrauen!  Jesus will uns damit den Glauben lehren!

Ich bin so dankbar dafĂŒr, dass ich dieses Vertrauen als Kind zuhause lernen durfte.

(ErzĂ€hlung vom Anthony Rossi, der unaufgefordert an das Missionswerk unserer Familie „Gospel Recordings“ einen Scheck 500.000 $ per Post schickte, der am  letzten Zahlungstag des Immobilienkaufvertrags fĂŒr das neue MissionsgelĂ€nde wĂ€hrend des Gebetstages in dieser Sache ankam.)

Tja, die Amerikaner
 Sind wir in Deutschland so auf unsere Sicherheit fixiert und versessen, dass er keinen Raum fĂŒr echtes Gottvertrauen gibt? Stimmt es, dass es so etwas bei den Deutschen nicht gibt? Ich erinnere nur an den großen Deutschen Stadtmissionar in England, den „Waisenvater von Bristol“ im 19 Jhd. Georg MĂŒller erinnern.  Er betet mit seinen Waisenkindern ĂŒber leere Teller – und ein Milchwagen geht vor der TĂŒr kaputt und bittet das Waisenhaus ihnen die gesamte Ware abzunehmen
 Das könnte Amazon nicht besser hinkriegen heute!

Mit Gott rechnen! Nicht nur in der Theorie – auch in der Praxis

Amen

 

Wer ist Jesus? An Jesus scheiden sich die Geister!

Hofacker Abendbibelschule II 2018 (Lustnau, 05.11.18 – 10.11.18)

Hier die Folien 

Mo.,05.11.18:  Jesus – die ErfĂŒllung der Hoffnungen und Verheißungen Israels

Audiofile (mp3)

Di., 06.11.18:  Der neue Mose – Der Mittler eines neuen Bundes

Audiofile (mp3)

Mi., 07.11.18: Jesus, der Mensch, u. Jesus, der Sohn Gottes nach den Evangelien

Audiofile (mp3)

Do., 08.11.18:   Christus Jesus – Jesus bei Paulus

Aufnahme leider misslungen 

Fr., 09.11.18:  Der erhöhte und wiederkehrende Herr

Audiofile (mp3)

Das Recht auf freie ReligionsausĂŒbung


„Warum dĂŒrfen Muslime in Deutschland Moscheen bauen, wenn Christen solche Schwierigkeiten in islamischen LĂ€ndern haben Kirchen zu bauen? In Ägypten und in der TĂŒrkei dĂŒrfen sie ihre Kirchen sogar nicht ohne Genehmigung renovieren! In Saudi-Arabien dĂŒrfen gar keine Kirchen gebaut werden! Warum erlauben wir es Ihnen, Moscheebauten hier zu finanzieren und ihre Ideologie hier zu verbreiten?“ So oder Ă€hnlich fragen oft Christen in Deutschland. Es scheint eine zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit zu sein. Wo bleibt da das Gleichbehandlungsprinzip? Manche Christen sehen sich dazu veranlasst Petitionen gegen den Moscheebau zu unterschreiben oder auch dagegen zu protestieren. 

Religionsfreiheit ist ein zutiefst christliches Gut

Die Antwort auf diese Frage ist eine ganz einfache: es ist so, weil eine christlich geprĂ€gte Kultur anders ist! Nun sind bei weitem nicht alle EuropĂ€er Christen – auch nicht alle deutschen. Die praktizierenden Christen sind zu einer kleinen Minderheit in Deutschland und Europa geworden. Aber die Gesellschaft, unser Wertekanon, auch unsere Gesetzgebung, unser Menschen – und Weltbild sind alle vom Geiste des christlichen Glaubens durchdrungen und geprĂ€gt. Vishal Mangalwadi hat das anschaulich, eindeutig und beeindruckend dargelegt in seinem Buch „das Buch der Mitte“. Aus der Sicht dieses Inders ist die Beweislast erdrĂŒckend: der Fortschritt des Westens, die freiheitlichen Ideale und auch der Gedanke der Religionsfreiheit rĂŒhren alle daher, dass ĂŒber Jahrhunderte hinweg die christliche Botschaft, wie sie in der Bibel dokumentiert ist, unsere Gesellschaft geformt hat. Das sieht man eindeutig auch am Thema Religionsfreiheit.

Religionsfreiheit ist biblisch begrĂŒndet

Der Gedanke der Religionsfreiheit und der Toleranz ist ĂŒber die Bibel in unsere Kultur eingegangen. Es fĂ€ngt schon in der Schöpfungsgeschichte an: die ersten Menschen haben die Wahl, auf Gott zu hören oder nicht. Josua rief nach der Ihr nicht-Hören hat gewiss Konsequenzen, aber die sind die Konsequenz ihrer freien Entscheidung. SpĂ€ter im biblischen Narrativ haben wir unzĂ€hlige weitere Beispiele fĂŒr das gleiche Prinzip. Zum Beispiel die Landnahme Kanaans nach dem Auszug aus Ägypten. Nachdem die Israeliten das Land eingenommen hatten, rief Josua das Volk zusammen und stellte es vor die Wahl, ob die Menschen dem Gott Israels, oder den Götzen dienen wolle. FĂŒr sich hĂ€lt er fest: „Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen!“ Das Volk Israel sollte sich aus freien StĂŒcken fĂŒr seinen Gott entscheiden. SelbstverstĂ€ndlich galt dieses Prinzip auch weiterhin. In der Geschichte Israels stellen wir fest, dass zu allen Zeiten es gottlose und Götzendiener im Volk gab. Die Propheten haben dagegen gewarnt und gemahnt, manche Könige und Richter haben dagegen gekĂ€mpft, aber das Prinzip der Glaubensfreiheit bleibt Grundlage im ganzen Alten Testament. Der Traum, dass Gott im Volk herrschen könnte durch den Gehorsam aller, hat sich nie erfĂŒllt.

Bei Jesus hat zur Nachfolge eingeladen. Er hat niemanden gezwungen, ihm und seinem Wort und Willen zu folgen. Er warb darum. Er lud ein. Aber es blieb die jeweils die freie Entscheidung des einzelnen, ob er das auch tun wolle. Leider hat sich die institutionalisierte Kirche im Laufe der Geschichte nicht immer an diesem Prinzip orientiert. Und dennoch: ĂŒberall wo das Wort der Bibel gehört und ernst genommen wurde, sprach es das Gewissen an! Auch wo in Europa und der restlichen westlichen Welt die Kirche die Religionsfreiheit verletzt hat, tat sie es gegen ihr Gewissen und gegen mahnende Stimmen im Geiste des Evangeliums.

Die Tatsache bleibt: Nur im vom christlichen Glauben geprÀgten Kulturraum gibt es den Gedanken der Religionsfreiheit, der Gewissensfreiheit und der Meinungsfreiheit!

Die Ungerechtigkeit wird immer bleiben wo der Geist Christi nicht regiert

Überall auf der Welt wo die christlichen Grundwerte nicht zum Tragen kommen, gibt es Probleme mit der Gerechtigkeit, besser: mit der Ungerechtigkeit. Machtmissbrauch, Korruption, Vetternwirtschaft usw. legen eine Gesellschaft lahm. Auch bei uns in Deutschland gibt es diese Probleme, weil der SĂ€kularismus die christlichen Werte immer mehr verdrĂ€ngt. DieselaffĂ€re, Deutsche Bank, Siemens…

Wo christliche Überzeugungen nicht mehr den gesellschaftlichen Ton bestimmen, ecken Christen mit ihren Überzeugungen und AnsprĂŒchen an. Das ist nicht anders zu erwarten. Zwar sollen nach Jesu Willen Christen Salz und Licht der Erde sein, aber die Seligpreisungen direkt vor dieser Aussage und die weiteren Botschaften der Bergpredigt sprechen eine klare Botschaft davon, dass seine JĂŒnger Störenfriede in der Welt sein werden. Schon Jesus hat gesagt: „Sie werden euch hassen!“ Aber er sagt auch: „In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost ich habe die Welt ĂŒberwunden!“ 

Autokraten und Despoten fĂŒrchten sich vor Christen.

Gerade dort, wo es Gerechtigkeit nicht gibt, werden Christen einer zweifachen Gefahr ausgesetzt: zum einen werden sie – wie andere auch – Opfer von WillkĂŒr, Machtmissbrauch, Neid und Gier. Zum anderen werden sie als Gefahr von den Herrschenden wahrgenommen. Das liegt daran, dass Christen sich einer höheren AutoritĂ€t verpflichtet wissen. Es ist ihre Überzeugung, um es mit Petrus zu sagen, dass man „Gott mehr als den Menschen gehorchen muss“. Despoten merken, dass sie keine Macht haben ĂŒber diese Menschen. Sie fĂŒrchten sich davor, dass Christen einen Einfluss in der Gesellschaft haben könnten, der sie in ihrem Machtanspruch einschrĂ€nkt. Deswegen werden Christen ĂŒberall auf der Welt von Autokraten und Despoten verfolgt.

Das ganze hat aber auch eine andere Seite: LĂ€nder und Regionen, in denen keine Glaubensfreiheit gewĂ€hrt wird, können sich nicht frei entfalten. Menschen haben dort nicht in gleichem Maße am Fortschritt teil wie in Gesellschaften, die freiheitlich geprĂ€gt sind. Geistes- und Entwicklungsgeschichtlich gesehen ist dies das Geheimnis hinter dem Unterschied zwischen dem christlich geprĂ€gten Westen und dem Rest der Welt.

Die Religionsfreiheit ist unteilbar 

Christlich begrĂŒndete Religionsfreiheit gilt fĂŒr alle. Punkt. Abgesehen davon, dass wir nicht fĂŒr uns etwas beanspruchen können, was wir anderen nicht gewĂ€hren, ist das Prinzip der allgemeinen Religionsfreiheit durch und durch biblisch von Anfang an.

in der Bibel ist aber immer das Individuum als Geschöpf Gottes angesprochen. Beim Glauben geht es um die Beziehung zwischen der einzelnen Person und Gott. In diesem Sinne hat sich das Konzept der Religionsfreiheit als persönliches Recht in unserer Gesellschaft entwickelt. Religionsfreiheit gibt es nur fĂŒr die Person, weil nur die Person glaubt, nur die Person eine Beziehung zu Gott pflegt. VerbĂ€nde, ZusammenschlĂŒsse und Institutionen, die GlĂ€ubige grĂŒnden oder ins Leben rufen sind notwendig und haben ihre Berechtigung. Sie sind aber nicht Gegenstand der Religionsfreiheit. Wenn eine Kirche oder eine Moschee willkĂŒrlich von der Obrigkeit geschlossen wird, dann ist das ein Unrecht.  Es tangiert die Glaubens- und Versammlungsfreiheit der einzelnen GlĂ€ubigen. Das Recht auf Religionsfreiheit kann nicht beansprucht werden fĂŒr eine „Religion“, eine Organisation, eine Behörde oder eine Institution, sondern nur fĂŒr deren Angehörige oder Glieder eingefordert werden. Noch mal: Religionsfreiheit gibt es nur im Sinne der Glaubensfreiheit und der freien AusĂŒbung dieses Glaubens.  Wenn islamische LĂ€nder vor der UNO, oder Moscheevereine in Deutschland ĂŒber Islamophobie klagen und Gesetze zum „Schutz des Islam“ fordern, dann ist das nicht Gegenstand der Religionsfreiheit. Vielmehr garantiert die Religionsfreiheit auch das Recht, Kritik an den Islam oder jede andere Religion oder Ideologie zu ĂŒben. Allerdings genießt der glĂ€ubige Muslimden durch die Religionsfreiheit garantierten Schutz. Nach unserem deutschen Grundgesetz wird die Meinungsfreiheit vom Staat nur gewĂ€hrt, die Religionsfreiheit aber garantiert

Die Religionsfreiheit darf nicht missbraucht werden!

Gerade der moderne, radikale Islam sucht „Schutz“ unter dem Prinzip der Religionsfreiheit. Wo eine Religion oder eine Ideologie nicht mehr Ausdruck der persönlichen Gottesbeziehung oder des persönlichen Glaubens, sondern ein politisch-gesellschaftlicher Entwurf ist, der die Freiheiten Anderer einschrĂ€nkt, hat das mit Religionsfreiheit nichts mehr zu tun. nicht alles, was Ausdruck einer Glaubensweise oder eines religiösen Bekenntnisses ist, fĂ€llt unter die Religionsfreiheit. Ein gutes Beispiel hierfĂŒr ist die Schweizer Moscheeregelung.

Das Schweizer Modell hat Ruhe einkehren lassen

Die meisten von uns werden die Auseinandersetzung um den Bau von Moscheen mit Minaretten in der Schweiz in Erinnerung haben. Ein Volksentscheid hat dazu gefĂŒhrt, dass der Bau von Minaretten in der Schweiz untersagt wird. Ist das ein Verstoß gegen die Religionsfreiheit? Keineswegs! Muslime dĂŒrfen weiterhin VersammlungsrĂ€ume bauen, erwerben und benutzen fĂŒr ihre religiösen BedĂŒrfnisse. Allein der Bau mit Minarett wird untersagt. Interessanterweise ist dadurch eine große Ruhe in der vorher angeheizten Lage in der Schweiz eingekehrt. Warum? Weil die Muslime das Minarett als Kennzeichen fĂŒr islamisches Gebiet deuten, was zur Folge hat, dass sie gehalten sind die Scharia zu implementieren. Eine uralte Tradition in der Geschichte des Islams wurde hier neu entdeckt. Im indischen Subkontinent, wo Muslime teilweise als Minderheit unter Hindus leben, gibt es sehr viele moscheeĂ€hnliche Bauten – auch riesengroße – die kein Minarett haben und deswegen „Ort des Gebetes“ genannt werden. Nach islamischem Recht (al-fikh) darf nĂ€mlich keine Moschee mit Minarett in einem Gebiet stehen, das nicht von einem muslimischen Herrscher regiert wird. Die Muslime in der Schweiz haben begriffen, dass es nach ihrem eigenen Recht vollkommen folgerichtig ist, als Minderheit in einer nicht islamisch dominierten Gesellschaft zu leben und auf Minaretten zu verzichten. Sowohl zugewanderte Muslime als einheimische Schweizer haben sehr gut in Erinnerung, dass St. Gallen im achten Jahrhundert von den Mauren geplĂŒndert und niedergebrannt wurde. In der TĂŒrkei wird in SchulbĂŒcher fĂŒr den Geschichtsunterricht die Ă€ußerste Ausdehnung der islamischen Eroberungen und StreifzĂŒge dargestellt: mit dem Anspruch, dass in diesen Gebieten die islamische Herrschaft aufzurichten sei. Die Muslime in der Schweiz haben einsehen mĂŒssen, dass Ereignisse von vor ĂŒber 1000 Jahren die MachtverhĂ€ltnisse von heute nicht diktieren. Sie haben erfahren dĂŒrfen, dass sie in einem von judeo-christlichen Werten geprĂ€gten Land völlige Religionsfreiheit haben. Posen und MachtgebĂ€rden fallen allerdings nicht darunter. Das ist ein bedeutender Sieg fĂŒr die Religionsfreiheit!

Europa: öffentliches Gebet – nur etwas fĂŒr Muslime?

Mediale Empörung ĂŒber christliche Großgebetsveranstaltungen, Schweigen zu regelmĂ€ĂŸigen Straßenblockaden durch islamisches Freitagsgebet.

Wie die Nachrichtenagentur Gatestone berichtet, gibt es ein nicht nachvollziehbares Ungleichgewicht in der medialen Berichterstattung ĂŒber Großgebetsveranstaltungen in Europa. Giulio Meotti schreibt auf ihrer Webseite:

„Vor einigen Monaten brach ein weltweiter Mediensturm aus, nachdem polnische Katholiken eine öffentliche Massengebetsveranstaltung im ganzen Land abgehalten hatten. Die BBC hielt sie fĂŒr „umstritten„, da sie „aufgrund von Bedenken als BestĂ€tigung fĂŒr die Weigerung des Staates angesehen werden könnte, muslimische Migranten aufzunehmen“.

Dieselbe Kontroverse brach jedoch in Großbritannien nicht aus, als 140.000 Muslime in Birminghams Small Heath Park beteten, in einer Veranstaltung, die von der Green Lane Moschee organisiert wurde, um das Ende des Ramadan zu feiern.“

Dabei ist eine schier unglaubliche Steigerung der Zahl der Teilnemher zu verzeichnen. 2012 waren es 12.000 GlÀubigen, 2014 40.000. Im Jahr 2015 waren es 30.000 mehr, also  70.000. 2016 wurden 90.000 gezÀhlt. Letztes Jahr 2017 wurde die Zahl  100.000 erreicht. Dieses Jahr, 2018, waren es noch mal 40% mehr: 140.000.

Die Entwicklung ist auch in anderen EuropĂ€ischen LĂ€ndern zu verzeichnen. Zum Freitagsgebet werden in Teilen von Paris regelmĂ€ĂŸig ganze StraßenzĂŒge ohne Genehmigung gesperrt fĂŒr das Mittagsgebet vor Moscheen.

Frankreich debattiert deshalb darĂŒber, ob das Gebet auf der Straße verboten werden soll oder nicht. Innenminister Gerard Collomb  kĂŒndigte ein solches Verbot an.

Meotti berichtet weiter:

„In Italien beteten Hunderte von Muslime neben dem Kolosseum, und auch vor dem MailĂ€nder Dom wurden muslimische Gebete abgehalten.“

In manchen deutschen StĂ€dten ist das auch bekannt. Nun ist gegen das Gebet in der Öffentlichkeit nichts einzuwenden. Wir halten an der Unteilbarkeit der Religionsfreiheit fĂŒr alle Glaubenden fest, unabhĂ€ngig von ihrer Religionszugehörigkeit. Wir sehen aber eine Schieflage darin, wenn öffentliche Gebetsaktionen oder Gebetsketten von Christen, die mit Genehmigung der zustĂ€ndigen Stellen stattfinden, als anrĂŒchig oder gar verwerflich in den Medien dargestellt werden. Wir sehen ferner nicht genehmigte Straßenblockaden als nicht von der Religionsfreiheit abgedeckt. Christen tragen ihre Frömmigkeit nicht in gleicher Weise vor sich her, das soll andere nicht daran hindern, es zu tun. Es ist aber ein Unterschied, ob das Leben in der Öffentlichkeit ein Zeugnis fĂŒr den Glauben oder eine Machtdemonstration einer Religion sein soll. In manchem kann das Verhalten der Moscheegemeinden gewertet werden als Versuch, die Straße zu kontrollieren.

Muslime verstehen – den eigenen Glauben verstĂ€ndlich machen

Seminar auf dem Integrationskongress in SchwĂ€bisch GmĂŒnd (Schönblick)

Hier die PrĂ€sentation, die man in einem neuen Tab oder Fenster öffnen kann und hier das Audio dazu abspielen. Durch die Prezi klicken muss man selber 🙂 – aber es ergibt sich ja aus dem Zusammenhang…

Prezi-PrÀsentation 1. Teil (Muslime Verstehen)

Prezi-PrÀsentation 2. Teil (Den eigenen Glauben verstÀndlich machen)

 

Audio zur 2. Einheit:

Audio zur 1. Einheit:

 

Die gegenwĂ€rtige Völkerwanderung – Eine große Chance fĂŒr die Kirche

Seit weingen Jahren kann man vereinzelt in den Medien ganz offen von der heute statt findenden Völkerwanderung hören. Noch 1992 hat die Prognose einer ausstehenden Völkerwanderung einen hohen NATO-General aus den Niederlanden sein Posten gekostet.

In vielen VortrÀgen und BeitrÀgen weise ich darauf hin, dass die gegenwÀrtige Völkerwanderung mit z.Zt. (Juni 2018) mehr als 68.500.000 Menschen weltweit auf der Flucht oder aus ihrer Heimat vertrieben sowohl Gefahr als Chance darstellt. Z.B. im Beitrag:

FLÜCHTLINGSFLUT – GEFAHR ODER CHANCE?

vom Februar 2016. Die Gefahren, u.A. Parallelgesellschaften, Ghettobildung, Selbstjustiz durch sogenannte „Friedensrichter“, Mehrbelastungen fĂŒr das Sozialsystem u.s.w., sind meist offensichtlich. Nicht fĂŒr alle erkennbar sind die Chancen. Wenn es gelingt, echte Intergration in Europa zu schaffen, dann gibt es den gesellschaftlichen Nutzen durch zusĂ€tzliche ArbeitskrĂ€fte und Steuerzahler fĂŒr die sonst fehlenden BĂŒrger durch den demographischen Wandel. Viel wichtiger ist aber m.E. die möglichkeit, Menschen aus autokratischen, despotischen, patriarchalischen Kulturen und LĂ€ndern den judeo-christlichen Wertekanon zu vermitteln. Die vielgescholtene Kolonialzeit hatte neben der Ausbeutung zu einem AufblĂŒhen vieler sogenannten EntwicklungslĂ€nder im Bereich Bildung, Wissenschaft, Handel und Kultur gefĂŒhrt. Seit dem RĂŒckzug aus den Kolonien bleibt zwar die Ausbeutung durch global agierenden Firmen, aber in den meisten ehemaligen KoloniallĂ€ndern ist die Bildung samt Wissenschaft und Wirtschaft kollabiert oder in die HĂ€nde einer einheimischen Elite geraten. Korruption und Misswirtschaft lassen die Bevölkerungen der LĂ€nder immer Ă€rmer werden. Die an Rohstoffen reichsten LĂ€nder haben auffallend arme Bevölkerungen und gewaltsame Konflike um die Macht ĂŒber die Mittel…

Matthew Parris schrieb am 27.12.2008 in seinem fulminanten Artikel in The Times (London)

»As an atheist, I truly believe Africa needs God«

»Missionaries, not aid money, are the solution to Africa’s biggest problem – the crushing passivity of the people’s mindset«

https://www.thetimes.co.uk/article/as-an-atheist-i-truly-believe-africa-needs-god-3xj9bm80h8m)

davon, dass – so ungerne er es zugibt – nur der christliche Glaube Afrika vor einem kranken Mix aus „Nike, the witch doctor, the mobile phone and the machete“ retten kann. Er beobachtete es an den Menschen dort, wie der christliche Glaube ihr Leben und ihre Einstellung zur Gesellschaft verĂ€ndert.

Das christliche Weltbild (samt dem neuen Leben in Christus!) ist das Wertvollste, was wir in der nachchristlichen Gesellschaft besitzen. Damit mĂŒssen wir wuchern – und zwar hier zuhause! Hier gerĂ€t das immer mehr in Vergessenheit oder es wird einfach ignoriert.

Menschen, die zu uns kommen, suchen Hoffnung. Ich meine, die beste Hoffnung, die wir bieten können, ist die christliche Hoffnung. Dazu hier ein Beitrag von Uwe Siemon-Netto:

Völkerwanderung-Eine große Chance fĂŒr die Kirche

Hier noch ausfĂŒhrlicher zu dieser Thematik  meine Predigt vom 24.6.2018 in Endingen:

Gehet hin…wenn die Welt vor der eigenen HaustĂŒr beginnt

 

 

 

 

Gehet hin…wenn die Welt vor der eigenen HaustĂŒr beginnt

Predigtskizze zu 1Petr 3,8-17, Endingen, d.24.6.2018

Hier die Audiodatei der Predigt

und des „Kreuzverhörs“ danach

 

Predigtskizze (n.b.: im Vortrag grĂ¶ĂŸere Abweichungen/Auslassungen)

Was kann einen Unterschied in dieser Welt machen?

Was kann grundsĂ€tzlich VerĂ€nderung herbeifĂŒhren?

 

Petrus, der auffĂ€lligste JĂŒnger Jesu und Apostel sagt es uns in wenigen Worten:

In Euren Herzen muss jemand anderer die Kontrolle ĂŒbernehmen!

 

»heiligt aber den Herrn Christus in euren Herzen. Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert ĂŒber die Hoffnung, die in euch ist« (1Petr 3,15)

 

1.    GlaubwĂŒrdig leben – ein Segen sein!

 

Zum Rektor geschickt

 

Hausmalerei im FrĂ€nkischen Spalt: „Lebe so, dass niemand der ĂŒblen Nachrede glaubt, die ĂŒber dich verbreitet wird“

 

Heute Abend ist ein JuGo in Mössingen zum Thema „Brot kann schimmeln – was kannst du??

 

Ein guter Baum bringt keine schlechten FrĂŒchte, eine salzige Quelle kein sĂŒĂŸes Wasser


 

ERBEN des SEGENS

Den Segen erben – Verwalter des Segens

 

An euren FrĂŒchten…

 

Seligpreisungen

 

GlaubwĂŒrdig leben heiß: DEN SEGEN WEITERGEBEN!

 

Jesus hat das fĂŒr uns, die wir ernsthaft ihm nachfolgen wollen, in der Bergpredigt thematisiert: Salz und Lichtsollen seine JĂŒnger in der Welt sein!

In unserem Text heißt es, wir sind berufen, den Segen zu erben – aber das heißt nicht, den Segen fĂŒr uns zu behalten!

 

Alles verfĂ€llt von alleine, wenn man nicht aktiv am Erhalt arbeitet (auch Beziehungen, Frieden…) Parmaschinken-Kochschinken

 

Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, dass ihr den Segen ererbt.So und nicht anders werden wir vor der Welt als Jesu JĂŒnger gelten!

 

Schon im Alten Testament galt der Grundsatz: Ich will euch segnen und Ihr sollt ein Segen sein!

1.Mose 12,2 Und ich will dich zum großen Volk machen und a will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein.

2.Mose 23,4  Wenn du dem Rind oder Esel deines  Feindes begegnest, die sich verirrt haben, so sollst du sie ihm wieder zufĂŒhren. 5 Wenn du den Esel deines Widersachers unter seiner Last liegen siehst, so laß ihn ja nicht im Stich, sondern hilf mit ihm zusammen dem Tiere auf.

Hiob 31,29 Hab ich mich  gefreut, wenn’s meinem Feinde ĂŒbel ging, und mich erhoben, weil ihn UnglĂŒck getroffen hatte?

Spr 25,21-22 Hungert deinen Feind, so speise ihn mit Brot, dĂŒrstet ihn, so trĂ€nke ihn mit Wasser, denn du wirst feurige Kohlen auf sein Haupt hĂ€ufen, und der HERR wird dir’s vergelten.

 

Ein Segen sein fĂŒr unser Land! Ein Segen fĂŒr unser Volk! Ein Segen fĂŒr die Migranten unter uns!

 

FlĂŒchtlingskonferenz II als Integrationskonferenz

 

Gott schickt die Menschen zu uns – Chancen und Risiken

 

Einmalige Chance, Hoffnung zu schenken

 

Nicht die Reste, sondern das Beste anbieten: HOFFNUNG!

 

Migranten einladen

 

Hoffnung schenken geht nur, wenn wir Gottes neue Wege fĂŒr den Menschen gehen!

Das kann nur funktionieren, wenn wir „Christus in unserm Herzen heiligen“. Was heißt das?

 

2.   Christus ans Steuer lassen!

 

Die schlechte Nachricht:

Von uns aus können wir’s nicht

Die gute Nachricht:

von uns aus mĂŒssen wir’s nicht!

 

Wir dĂŒrfen nicht resignieren! Wir können einen Unterschied in dieser Welt machen – mit Gottes Hilfe und auf seinem Wege


 

GOTT kann und will durch seine Kirche  in dieser Welt wirken! Dass geschieht vornehmlich dadurch, dass wir seinen Willen tun – und diesen hat er uns auch hier bekundet! Wir dĂŒrfen und sollen Überwinder sein – dass geschieht im gelebten Glauben:

Vergeltet nicht Böses mit Bösem (vgl. Jahreslosung 2011Röm 12,21 Laß dich nicht vom Bösen ĂŒberwinden, sondern ĂŒberwinde das Böse mit Gutem) – Jesus lehrt uns einen grundsĂ€tzlich neuen und radikal anderen, neuen Weg: Endlich aber seid allesamt gleich gesinnt, mitleidig, brĂŒderlich, barmherzig, demĂŒtig


Das kommt gleichermaßen im Wochenspruch vor: Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfĂŒllen (Gal 6,2)

Schließlich spricht der Apostel Petrus den Kernsatz aus:Heiligt den Herrn Christus in euren HerzenDas heißt, unsere Herzen sollen Jesus gehören. Er soll das Sagen in unserem Leben haben.

 

Der Zusammenhang von unserem Predigttext macht es ganz klar, wie das aussehen sollte

 

1Petr 3,8-17

8 Endlich aber seid allesamt gleich gesinnt, mitleidig, brĂŒderlich, barmherzig, demĂŒtig.

9 Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, dass ihr den Segen ererbt.

10 Denn »wer das Leben lieben und gute Tage sehen will, der hĂŒte seine Zunge, dass sie nichts Böses rede, und seine Lippen, dass sie nicht betrĂŒgen.

11 Er wende sich ab vom Bösen und tue Gutes; er suche Frieden und jage ihm nach.

12 Denn die Augen des Herrn sehen auf die Gerechten, und seine Ohren hören auf ihr Gebet; das Angesicht des Herrn aber steht wider die, die Böses tun« (Psalm 34,13-17).

13 Und wer ist’s, der euch schaden könnte, wenn ihr dem Guten nacheifert?

14 Und wenn ihr auch leidet um der Gerechtigkeit willen, so seid ihr doch selig. FĂŒrchtet euch nicht vor ihrem Drohen und erschreckt nicht;

15 heiligt aber den Herrn Christus in euren Herzen. Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert ĂŒber die Hoffnung, die in euch ist,

16 und das mit Sanftmut und Gottesfurcht, und habt ein gutes Gewissen, damit die, die euch verleumden, zuschanden werden, wenn sie euren guten Wandel in Christus schmÀhen.

17 Denn es ist besser, wenn es Gottes Wille ist, dass ihr um guter Taten willen leidet als um böser Taten willen.

 

 

 – so genau wollen wir es vielleicht auch gar nicht wissen!

 

 

Friedrich Nietzsche: wenn etwas an der Erlösung dran wĂ€re, mĂŒssten die Christen erlöster wirken… (Er wirkte nicht gerade so in seinem Nihilismus! Aber das ist eine andere Geschichte
)

Worauf hoffen Sie?

 

Haben Sie die Hoffnung, die Jesus gibt? Haben sie und heiligen Sie Jesus Christus in Ihrem Herzen? Sind sie in der Lage und bereit, Rechenschaft von dieser Hoffnung abzulegen?

 

 

Seid allezeit bereit – zum Zeugnis! Zum Zeugnis von der Hoffnung, die wir als Christen haben!

 

Christus ans Steuer lassen!

3.    HoffnungstrÀger werden!

 

Wir dĂŒrfen und sollen Menschen der Hoffnung sein!

Auch wenn der Apostel Petrus der Gemeinde reinen Wein im Blick auf Anfeindung und Verfolgung der Gemeinde einschenkt: es geht um die positive Botschaft, dass wir in Christus Hoffnunghaben! In der Nachfolge Jesu Christi gibt es Leben und volle GenĂŒge (Joh 10,10 )

heiligt aber den Herrn Christus in euren Herzen. Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert ĂŒber die Hoffnung, die in euch ist!

Christen sind HoffnungstrĂ€ger fĂŒr diese Welt, weil sie Christus in ihren Herzen tragen und ihn in ihren Herzen heiligen.

Was heißt das?

Wo unsere Herzen Jesus gehören, gehört unser Leben ihm. „Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“ Mt 6,21

Das klingt fĂŒr viele Menschen unserer Tage nach Entbehrung und Verzicht. Im Gegenteil! So gewinnen wir das Leben!  Lk 9,25  Denn welchen Nutzen hĂ€tte der Mensch, wenn er die ganze Welt gewönne und verlöre sich selbst oder nĂ€hme Schaden an sich selbst?

Hier wird ganz bodenstÀndig bekundet:

10 Denn »wer das Leben lieben und gute Tage sehen will, der hĂŒte seine Zunge, dass sie nichts Böses rede, und seine Lippen, dass sie nicht betrĂŒgen.  11 Er wende sich ab vom Bösen und tue Gutes; er suche Frieden und jage ihm nach.

 

Der Glaube an Jesus Christus spielt sich nicht in den Gedanken, sondern im gelebten Leben ab!

Wort und Tat gehören zusammen! Ein Glaube, der nicht zur Tat wird, ist kein Glaube, ist ein toter Glaube…

 

 

Der einzige Weg, aus der Gewaltspirale dieser Welt heraus zu kommen ist: suche Frieden und JAGE ihm NACH! Das ist anstrengend. Das verlangt Arbeit und Investition. Aber einen anderen Weg gibt es nicht. Alles verfĂ€llt von alleine, wenn man nicht aktiv am Erhalt arbeitet (auch Beziehungen, Frieden…)

 

Dabei erfahren wir Gottes besonderen Schutz.

 

13 Und wer ist’s, der euch schaden könnte, wenn ihr dem Guten nacheifert? 14 Und wenn ihr auch leidet um der Gerechtigkeit willen, so seid ihr doch selig. FĂŒrchtet euch nicht vor ihrem Drohen und erschreckt nicht;

Christen wissen, wo sie hingehören und wo sie hinkommen werden.

 

Unsere Botschaft ist Hoffnung! davon geben wir Rechenschaft!

 

Es wird nicht einfach sein.

 

Die MÀchtigen wollen keine VerÀnderung!

 

Wenn schon leiden, dann fĂŒr die richtige Sache!

Als ehrenamtlicher Vorsitzender des AKREF und des IIRF intensiv mit Christenverfolgung weltweit beschÀftigt


 

Interessant ist, wie unterdrĂŒckte und verfolgte Christen es fĂŒr eine Ehre ansehen, fĂŒr ihren Herrn leiden zu dĂŒrfen.

 

Die Usbekin Schirinai Dossova berichtet: „Einmal fuhren wir mit der ganzen Gemeinde in einen Vorort von Moskau zur Taufe. WĂ€hrend der Fahrt mit der Straßenbahn bezeugten wir unseren Glauben. Eine zu TrĂ€nen gerĂŒhrte Frau bedankte sich bei uns und schenkte uns einen großen Blumenstrauß, den sie wohl von der Datscha mitgebracht hatte. Einige Zeit spĂ€ter trat ein Mann auf mich zu und spuckte mir ins Gesicht. Mit der Bibel in der einen und den Blumen in der anderen Hand stand ich da mit einem bespuckten Gesicht, und die Gemeinde schaute mich an. Zwar versteht man das erst spĂ€ter, aber gerade solche Augenblicke zĂ€hlen im Nachhinein zu den glĂŒcklichen im Leben.“

 

V.14 in moderner Übersetzung:

Es ist eine Ehre, fĂŒr Christus zu leiden

Lasst euch nicht von ihnen einschĂŒchtern!

 

Mut zeigen.

Zum Glauben stehen.

Gegen den Strom  schwimmen

„…Unser Herr kommt“

Was können uns Menschen tun? Röm 8,38

 

Unsere Botschaft ist Hoffnung! davon geben wir Rechenschaft!

 

 

Das Gebet – der SchlĂŒssel zu einer dreifachen TĂŒr

Das Gebet – der SchlĂŒssel zu einer dreifachen TĂŒr

Predigt zu Kolosser 4,2-6 am Sonntag Rogate 2018

 

 

Predigtskizze:

 

Kol 4, 2-6

2 Seid beharrlich im Gebet und wacht in ihm mit Danksagung!

3 Betet zugleich auch fĂŒr uns, dass Gott uns eine TĂŒr fĂŒr das Wort auftue und wir das Geheimnis Christi sagen können, um dessentwillen ich auch in Fesseln bin,

4 damit ich es offenbar mache, wie ich es sagen muss.

5 Verhaltet euch weise gegenĂŒber denen, die draußen sind,

und kauft die Zeit aus.

6 Eure Rede sei allezeit freundlich

und mit Salz gewĂŒrzt, dass ihr wisst, wie ihr einem jeden antworten sollt.

 

In unserem Text ist die Rede vom Gebet und von einer TĂŒr. Da werden wir noch mal an den Predigttext vom letzten Sonntag erinnert, vom Lobpreis hinter verschlossenen TĂŒren im GefĂ€ngnis der Stadt Philippi. Auch daran, wie wĂ€hrend Paulus und Silas um Mitternacht im Gebet wachten und Gott lobten ein Erdbeben die Fesseln und die TĂŒren öffnete.

 

Heute, am Sonntag „Rogate“ (betet) geht es um diese SchlĂŒsselfunktion des Gebets: Das Gebet öffnet TĂŒren!

 

Gandhi: Das Gebet ist der SchlĂŒssel fĂŒr den Morgen und der TĂŒrriegel fĂŒr den Abend

  • eröffnet Möglichkeiten und bietet Schutz zugleich
  • 2 Seid beharrlich im Gebet und wacht in ihm mit Danksagung!
  • 3 Betet zugleich auch fĂŒr uns, dass Gott uns eine TĂŒr fĂŒr das Wort auftue und wir das Geheimnis Christi sagen können, um dessentwillen ich auch in Fesseln bin,
  • 4 damit ich es offenbar mache, wie ich es sagen muss.

 

Hier haben wir es mit dem Gebet zu tun, das eine dreifache TĂŒr in drei Dimensionen öffnet:

1) Das Gebet öffnet die TĂŒr nach oben

– es öffnet die TĂŒr zu Gott

  • Wir ahnen gar nicht, wie wichtig das Gebet ist!
  • Es gehört zu dem Wesentlichsten des Lebens!
  • Warum bist Du auf der Welt?
  • Weil Gott Dich erschaffen hat
  • Warum hat er dich – den Menschen ĂŒberhaupt erschaffen?
  • Um die Beziehung mit ihm – d.h. auch mit dir – zu haben und zu Genießen
  • Martin Buber: Ich und Du!
  • Grundlage jeder Beziehung ist die Kommunikation
  • Ich kann niemand kennen, wenn ich nicht mit ihm rede oder zumindesrt geredet habe…
  • Beim Gebet geht es nicht um Informationsaustausch
  • Gott braucht unsere Bitten nicht – er weiß schon lange vorher, was wir wĂŒnschen oder brauchen (Ps 139) – Er will die Beziehung zu dir!
  • Beharrlich im Gebet zu bleiben heißt, dass mir die Kommunikation mit Gott wichtig ist
  • „Wachen“ im Gebet – Frisch verliebte können auch die Nachtstunden im GesprĂ€ch verbringen… Eheberater: Zeit fĂŒr einander nehmen – Zeit fĂŒreinander einplanen – Das gilt auch die Zeit mit Gott!
  • Vielleicht geht es Euch wie mir – bei Nacht beten tue ich nur wenn ich sowieso nicht schlafen kann…
  • Es geht nicht um Leistung! (Vgl. Gebet im Islam!)
  • „Betet ohne Unterlass!“ (Der Milchmann „Tewje“ in „Anatevka“, Vorlage fĂŒr „Monsieur Claude und seine Töchter“)

2) Das Gebet öffnet die TĂŒr nach innen

– es öffnet die TĂŒr zum Herzen fĂŒrs Wort

  • Das Wort weckt den Glauben
  • Der Glaube ist ein Geheimnis
  • Das Gebet bewegt Gott durch seinen Geist Menschenherzen anzurĂŒhren
  • Die gute Nachricht ist zwar verstĂ€ndlich, aber ĂŒberzeugen tut sie nur, wo der Glaube die HerzenstĂŒre öffnet
  • Glaube – wenn einer zum Glauben kommt, kann er auf einmal zusammenhĂ€nge verstehen → Nikodemus/Wiedergeburt ist unlogisch
  • So erleben wir das etwa im Konfirmanden- oder Religionsunterricht (Tauben „hinauskonfirmiert“)
  • Der Glaube bleibt ein Geheimnis. Auch bei der genialen Zusammenfassung des Abiturstoffs in evangelischer Religion von dem geschĂ€tzten Professor am Staatlichen Seminar fĂŒr Didaktik und Lehrerbildung in TĂŒbingen „Peter Kliemann, Glauben ist menschlich. Argumente fĂŒr die Torheit vom gekreuzigten Gott.“ In 17. Auflage(!!) bleibt der Glaube ein Geheimnis, der mir offenbart werden muss. Das kann nur Gott tun durch seinen heiligen Geist.
  • Argumente FÜR die Torheit vom gekreuzigten Gott…
  • Wir wollen – ja mĂŒssen diesen Glauben weitergeben. Gott will uns dabei gebrauchen die Ofterdinger zu erreichen mit seiner frohen und frohmachenden Botschaft – darrum das dritte und letzte:

 

 

5 Verhaltet euch weise gegenĂŒber denen, die draußen sind,

und kauft die Zeit aus.

6 Eure Rede sei allezeit freundlich

und mit Salz gewĂŒrzt, dass ihr wisst,

wie ihr einem jeden antworten sollt

3) Das Gebet öffnet die TĂŒr nach Außen

  • es öffnet die TĂŒr fĂŒr die VerkĂŒndigung/die Botschaft
  • Gott schenkt die Gelegenheiten, um die wir Bitten!
  • Gott kann auch das „Salz“ in der Suppe, die WĂŒrze in unserem Reden schenken
  • Gott schenke uns die Freundlichkeit den Menschen GegenĂŒber, die von ihm (und oder uns) nichts wissen wollen, damit sie dadurch seine Liebe erfahren können!
  • Den Juden ein Jude… (Bonhoeffer hat es sich was kosten lassen – im GefĂ€ngnis wurde er zum Seelsorger fĂŒr seine Peiniger)
  • Verhaltet euch weise gegenĂŒber denen, die draußen sind, und kauft die Zeit aus
  • Wie schaffen wir das, dem Anderen die AUGEN ZU ÖFFNEN ABER NICHT VOR DEN KOPF ZU STOßEN?
  • Antworte werden auf Fragen Die Menschen werden von sich aus nur fragen, wenn sie bei uns etwas sehen, was sie vielleicht nicht verstehen!
  • Es braucht die Begegnung! Nicht nur im Gebet mit Gott, sondern auch im GesprĂ€ch mit den Menschen!
  • Beten wir doch, dass Gott uns die TĂŒr nach außen zu den Menschen von Ofterdingen, den Menschen am Arbeitsplatz, den Menschen in Bekanntschaft und Verwandschaft!
  • Wir sind vielleicht nicht direkt verantwortlich fĂŒr die Menschen in Stuttgart oder Berlin – aber wer, wenn nicht wir, ist verantwortlich dafĂŒr, dass die Menschen von Ofterdingen den lebendigen Christus kennen lernen?
  • Wir sollen uns nicht dabei „Druck“ machen, sondern es zu unserem Gebetsanliegen machen und es vor Gott bringen, der Mittel und Wege hat!
  • Betet fĂŒr alle, die das Wort sagen – in den Gruppen und Kreisen, in der Schule, von der Kanzel – Paulus sagt: Betet fĂŒr uns, dass Gott uns eine TĂŒr fĂŒr das Wort auftue und wir das Geheimnis Christi sagen können
  • Das Gebet öffnet auch diese TĂŒr nach außen zu den Menschen draussen vor der TĂŒr!

 

 

„Das Reich Gottes und die Umma – worauf hoffen Christen und Muslime“

(Ein Anspiel des Kreativteams MItttendrin-Gottesdienst Marbach geht voraus:

Wettlauf zum Paradies

Personen:

Moderator/ Schiedsrichter, 2 Engel, 3 Sportler und eine 4. Sportlerin.

Moderator:    Meine Damen und Herren ich darf sie herzlich zu unserem heutigen Wettlauf

zum Paradies begrĂŒĂŸen.

An der Starlinie sind schon unsere 3 Konkurrentinnen, die sich bereit machen.

Ganz rechts sehen sie Yasemin (Zeit zum Winken und vorstellen lassen)


in der Mitte ist Hanna (Zeit lassen, wie oben)


und ganz links ist Bella angetreten (wie oben)…

Alle Sportlerinnen sind hochkonzentriert und bereit ich bitte sie ganz still zu

bleiben, dass sie nicht gestört werden.

 

Wir beginnen jetzt mit den Fragen:

Wer von Euch hat zu Lebzeiten etwas gespendet?

 

Yasemin:       Ich, ich habe fĂŒr den roten Halbmond gespendet.

 

Hanna:                       Ich habe auch etwas gespendet, nĂ€mlich fĂŒr Brot fĂŒr die Welt.

 

Bella:             Ich habe immer ganz viel Greenpeace gegeben.

 

Moderator:    Respekt meine Damen. Jede von euch darf einen großen Schritt Richtung Paradies machen.

 

Kommen wir zu unserer nÀchsten Frage: Wer hat eine Pilgerfahrt unternommen?

 

Yasemin:       Ich bin mit meinen Eltern nach Mekka gefahren.

 

Hanna:                       Ich war auf dem Jakobsweg, habe ihn aber abgebrochen.

 

Bella:             Auf meinen Wanderungen durch die Natur habe ich immer wieder den Jakobsweg gekreuzt, gilt das auch?

 

Moderator:    (Er wÀgt ein bisschen ab) na gut, ich will ja nicht so sein, jede von euch darf noch einen Schritt vor.

Damit haben wir bis jetzt einen Gleichstand erreicht.

 

Bei der nÀchste Frage will ich von euch wissen: Wer hat gefastet?

 

Hanna:           Ich, ich, ich. Ich habe jedes Jahr 7 Wochen ohne gemacht.

 

Yasemin:       SelbstverstÀndlich habe ich immer den Ramadan eingehalten.

 

Bella:             (zögert)
 Ă€hm
 also ich bin Veganer.

 

Moderator:    Naja, ich weiß von ein paar Mogeleien, ich kann euch hier nicht weiter gehen lassen.

 

Kommen wir zur nÀchsten Frage: Wer hat gebetet

 

Yasemin:       SelbstverstÀndlich habe ich immer meine 5 Gebetszeiten eingehalten.

 

Hanna:           Ich habe auch jeden Tag gebetet:

 

Bella:             Ich habe noch nie gebetet, habe aber jeden schönen Sonnenuntergang bestaunt und bewundert.

 

Moderator:    Okay, okay, alle einen Schritt vor.

 

NĂ€chste Frage: Wer ist regelmĂ€ĂŸig in den GD gegangen?

 

Hanna:           Ich bin jeden Sonntag in die Kirche gegangen,
 fast jeden Sonntag, 
also einmal im Monat.

 

Yasemin:       Ich war jeden Freitag in der Moschee.

 

Bella:                         Ich war viel in der Natur draußen, habe sie rĂŒcksichtvoll und pfleglich behandelt, halt Mutter Erde geehrt.

 

Von hinten kommt der 4. Sportler und quetscht sich durch die anderen durch. Diese sind empört und rufen:

 

Yasemin:       Heh, was soll das?

 

Bella:             Hinten anstellen!

 

Hanna:           Oder hast du etwa viel gespendet?

 

  1. Person: Nein, ich hatte ja kaum was


 

Yasemin:       Hast du etwa mehrere Pilgerfahrten gemacht oder wie verrĂŒckt gefastet?

 

  1. Person: Nnnnein?!(unsicher)

 

Hanna:           Hast du viel gebetet?

 

  1. Person: Etwas schon (noch unsicherer).

 

Bella:             Wieso ĂŒberholst du uns dann?

 

  1. Person: Ich habe eine Eintrittskarte geschenkt bekommen.

 

Sie sucht ihre Taschen ab und holt eine verknitterte Eintrittskarte aus der Hosentasche zeigt sie den Anderen und marschiert zum Paradies.)

 

Ansprache (narrative Predigt):

Yasemin, Hanna und Bella, drei Menschen, drei Einstellungen…

 

Die Geschichte hört hier nicht auf. Das GesprÀch geht weiter:

 

Bella als wohlwollender, gewissenhafter, moderner Mensch will paradiesische ZustĂ€nde wie die anderen Auch, aber sie sucht sie innenweltlich durch gutes, gewissenhaftes Handeln herbeizufĂŒhren. Sie glaubt vielleicht an eine höhere Macht – man kann es schließlich nicht ausschließen, dass es eine solche gibt
 Ihretwegen darf man diese auch „Gott“ nennen, solange man das nicht so eng, nĂ€mlich als Person sieht
 Von Himmel und Hölle im Jenseits hĂ€lt Bella nichts. Deshalb ist jeder schritt vorwĂ€rts in Richtung mehr Gleichheit, Gerechtigkeit und Minderung des Leids nicht nur ein Schritt in die richtige Richtung, es ist eigentlich alles, worauf sie hoffen kann.

 

Hanna hingegen will schon eine bessere Welt, aber sie kann es nicht glauben, dass das Heil der Menschen nur von unseren menschlichen Anstrengungen abhĂ€ngt. Sie glaubt fest daran, dass Gott diese Welt anders geschaffen hat als sie jetzt ist. Schon in der Kinderkirche hat sie von der Vertreibung der Menschen aus dem Paradies gehört. Sie weiß, dass die SĂŒnde unsere Welt immer noch kaputt macht. (Damit könnte Bella etwas anfangen, wenn sie statt von SĂŒnde zu reden, nur Ungerechtigkeit anprangern wĂŒrde. Yasemin, ihrerseits wĂŒrde lieber die Schuld auf die „UnglĂ€ubigen“ schieben, wie ihr Onkel der Imam das erklĂ€rt: „Schaff die UnglĂ€ubigen ab und schon ist der Kittel geflickt! Der Mensch kann nĂ€mlich der SĂŒnde widerstehen, wenn er nur rechtglĂ€ubig ist und sich so verhĂ€lt – zumindest was die „schweren SĂŒnden“ betrifft
) Aber zurĂŒck zu Hanna. Sie hat einmal in einer eindrĂŒcklichen Predigt gehört, wie aus dem 2. Petrusbrief zitiert wurde; (2Pet 3,13) „Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt.“ Wenn sie damals nachgefragt hĂ€tte, hĂ€tte der Pfarrer ihr auch die Stelle aus der Offenbarung zitiert: (Off 21,1) „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr
“   Sie musste auch manchmal daran denken, wie Jesus (der im Himmel auf dem Thron sitzt) gesagt hatte : „Siehe, ich mache alles neu!“. Sie war sich nur nicht ganz im Klaren, wie es einer in diese neue Welt hineinschafft
 Irgendwie hat sie das GefĂŒhl nicht los gelassen, dass sie etwas dafĂŒr tun muss.

 

Yasemin war mit ihr in dem Punkt ganz einig, auch wenn sich nichts von einem „neuen Himmel“ und einer „neuen Erde“ wusste. Vielleicht war das nur UnglĂ€ubigen-Speak fĂŒr das Paradies. Immerhin gingen die Vorstellungen ĂŒber die Anzahl der ParadiesgĂ€rten auch im Islam auseinander: Der Koran (➝ 55,46 und ➝55,62) erwĂ€hnt jeweils zwei GĂ€rten bzw. zwei DoppelgĂ€rten. die Hadith hingegen wollen sogar von sieben oder auch von acht GĂ€rten wissen. Hat das vielleicht etwas mit den 7 Himmeln zu tun?

Auf jeden Fall wusste sie von ihrem Onkel was in Sure 3. Die Sippe ‚Imrans 133 ff steht:

 

„Und wetteifert nach Vergebung von eurem Herrn und (nach) einem Garten, der (in seiner Ausdehnung) so weit ist wie Himmel und Erde, und der fĂŒr die GottesfĂŒrchtigen bereitsteht, |134 (diejenigen) die Spenden geben, ob es (ihnen) gut oder schlecht geht, und die (wenn sie jemandem grollen) den Groll unterdrĂŒcken und den Menschen gegenĂŒber Nachsicht ĂŒben! Gott liebt die Rechtschaffenen. |135 Diejenigen, die, wenn sie etwas Abscheuliches getan oder (durch sĂŒndigen Lebenswandel) gegen sich selber gefrevelt haben, Gottes gedenken und (ihn) um Vergebung fĂŒr ihre Schuld bitten – und wer könnte (den Menschen ihre) Schuld vergeben, außer Gott? – und (die) in dem, was sie (an SĂŒnde) getan haben, nicht beharren, wo sie doch wissen (daß es SĂŒnde ist), |136 deren Lohn besteht in Vergebung von ihrem Herrn und in GĂ€rten, in deren BĂ€che fließen, und in denen sie (ewig) weilen werden. Welch trefflicher Lohn fĂŒr die, die (im Guten) tĂ€tig sind!“

 

Da war sie ganz bei Hanna: Um in Gottes Paradies oder Paradiese – wie auch immer – hineinzukommen muss man gehörig was leisten. Erst dann gab es Zutritt zu den paradiesischen ZustĂ€nden: „Da fließen BĂ€chen von Wasser, Milch, Wein und Honig (vgl. ➝ 14,23; ➝ 47,15), da gibt es FrĂŒchte aller Art (vgl. ➝ 13,35; ➝ 36,57; ➝ 37,42); auch Fleisch (➝ 52,22), insbesondere »Fleisch von GeflĂŒgel von dem, was sie (die Menschen) begehren« (➝ 56,21)
 In silbernen GefĂ€ĂŸen (➝ 76,15), KrĂŒgen (➝ 56,18), Humpen (➝ 76,15; ➝ 56,18; ➝ 88,14) und randvoll gefĂŒllten Bechern (➝ 78,34; ➝ 52,23; ➝ 76,5. 17) wird den Seligen Wein serviert, jenes im irdischen Leben verbotene GetrĂ€nk ➝ 5,90. Kostbare GewĂ€nder, Armringe aus Gold (➝ 18,31), Silber (➝ 76,21) und Perlen (➝22,23; ➝ 35,33) schmĂŒcken die Paradiesbewohner.

Auf gepolsterten, goldbesetzten und mit Brokat gefĂŒtterten Teppichen, Sesseln und Betten können sie sich entspannen und ausruhen (vgl. ➝ 88,13; ➝ 56,15; ➝18,31; ➝ 38,51 u.ö.). Ihr Umgang mit den anmutig aussehenden Paradiesjungfrauen (vgl. ➝ 55,58 u.ö.) und den Huris, jungen Paradiesknaben 
 als Mundschenk (vgl. ➝ 56,15-18)“ (LdIslam Bd. 3, 610f – das ist allerdings im Islam umstritten, ob Knaben oder Zwitter oder Jungfrauen…) soll die GlĂ€ubigen fĂŒr ihre Entbehrungen im Diesseits mehr als entschĂ€digen
 Was sie als Frau daran besonders reizen sollte, war ihr schon immer nicht ganz klar
 Ihre Tante sagte, „Na ist doch klar! Endlich haben wir unsere Ruhe! … Nicht einmal Wasser holen und Kochen mĂŒssen wir mehr!“ Das mit dem Wasserholen schien ihr ein wenig weit hergeholt zu sein, aber selbst ihr recht aufgeschlossener, liberale Onkel verwendete in seinen Khutbah-Predigten Freitags in der Moschee Beispiele aus der Zeit Mohammeds. Wie viel Kamelen sei eine Frau wert, wenn z.B. Ihre Ehre beschĂ€digt wirt
 Es war alles so schwierig. Einer ihrer ehemaligen MitschĂŒler, der in eine strengglĂ€ubigere Moschee ging hatte ihr mal ins Gesicht gesagt: „Als Frau hast Du sowieso keine Seele und kommst nicht in die allgemeine Auferstehung am Ende der Tage, geschweige denn ins Paradies!“

 

Bella war immer röter im Gesicht geworden und konnte kaum an sich halten: „Also – ich bin ein toleranter Mensch und so, aber das geht mir entschieden zu weit! Wo bleibt da die Gleichberechtigung? Frauen hĂ€tten keine Seele?? In meiner Erfahrung verhĂ€lt sich das eher umgekehrt. Da kenn ich eine ganze Rehe von seelenlosen MĂ€nnern!! Und wenn es Paradiesjungfrauen und Lustknaben fĂŒr die MĂ€nner gibt – hallo?!! Ach, was solls! Freien Sex haben wir eh schon lange erreicht. Diese ekligen Fantasien von alten MĂ€nnern mit all den Huris und Co!“

 

Der „Dialog“ schien – gelinde gesagt – gefĂ€hrdet, zumal Hanna EIN SCHRITT IN DIE RICHTUNG VON BELLA gegangen war. Ihr ganze Körpersprache sagte, dass sie eher auf Hannas Seite stand – mit Ausnahme von der Sache mit dem freien Sex, versteht sich.

 

Yasemin ging in Verteidigungsmodus, nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“: „Ihr Christen sind die Dekadenten! Schaut Euch nur um! All die Pornographie, freien Sex, Ehebruch, Saufen, Schweinefleisch fressen – pfui Teufel!“

 

Bella machte auf dem Absatz kehrt und stĂŒrmte in Rage davon. Nur Wortfetzen waren zu hören als sie sich immer weiter entfernte – borniert — ewiggestrig – frauenfeindlich – 


 

Hanna und Yasemin schauten sich an. Was jetzt? So vieles die beiden einte: Sie glaubten an Gott, sie glaubten an die Auferstehung, sie glaubten an das Gericht 
 Es war doch etwas wie eine Kluft zwischen den beiden. Was vor dem Tod sein soll und was nach dem Tod und der Auferstehung kommen soll, darin waren sich die beiden nun wirklich nicht einig!

 

Plötzlich hörten sie wie einer hinter ihnen sich rĂ€usperte. Ach! Der vierte Sportler stand immer noch da! Er hatte alles mitgekriegt und jetzt sah aus als wollte er etwas sagen 


 

Der 4: „Ganz schön viel Sprengstoff was?“ Gott sei Dank habe ich in diesen Fragen Klarheit gefunden!

 

Die Zwei: Wie das? Ja – genau!

 

Tja, – Wie heißt ihr beiden noch mal gleich? Hanna und Yasemin.

 

Hanna, als ich zehn Jahre war betete ich jeden Abend vorm ins Bett gehen: „Lieber Gott, lass mich nicht in die Hölle kommen!“ Das hat mich damals richtig bewegt. Ich hatte schon lang Jesus in mein Leben gebeten, ihn um die Vergebung meiner SĂŒnden gebeten, aber ich halte das unsichere GefĂŒhl, es wĂŒrde doch von mir und meinen Taten abhĂ€ngen, dass Gott letztlich mir alles vergibt und zu sich in den Himmel nimmt wenn das Leben hier auf Erden vorbei ist. Das dauerte vielleicht einen oder zwei Monate – irgendwann konnte ich das annehmen, was mir von meinen Eltern und in der Gemeinde gesagt wurde: „es kommt nicht darauf an, was du tust oder getan hast, es kommt darauf an das Jesus am Kreuz fĂŒr dich bezahlt hat und dir das Leben und die FĂŒlle schenken will! Du kannst das Geschenk seine Liebe und seiner Vergebung einfach annehmen“. Das war so befreiend fĂŒr mich zu begreifen und erfahren, dass ein anderer nĂ€mlich Jesus fĂŒr mich all meine SĂŒndenschuld beglichen hat, dass er sein Leben hingelegt hat, damit ich sein Leben haben kann. Es wurde mit vielen Beispielen belegt, zum Beispiel die Geschichte von dem katholischen Pater im Konzentrationslager, der selber vor getreten ist als der Name eines jungen Familienvaters zur Hinrichtung ausgerufen wurde.

Leider begreift es nicht jeder, der sich Christ nennt, dass es nicht die guten Werke sind, die uns retten. Im Römerbrief sagte der Apostel Paulus, Dass der gerechte Lohn fĂŒr unsere SĂŒnden der Tod sei, aber das Gott es nicht bei der gerechten Belohnung belĂ€sst, sondern als freie Gabe durch Jesus Christus das ewige Leben schenkt, und zwar allen fĂŒr die ER der Herr ihres Lebens ist.

 

Und Yasemin, Ich kenne auch deine Situation! Ich habe fast zehn Jahre lang in einem islamischen Land gelebt und das hautnah mitgekriegt, wie verunsichert die Menschen sind. Sie wollen das Gute, sie wollen Gott dienen, manche von ihnen beten tatsĂ€chlich die fĂŒnf rituellen Gebete jeden Tag und verbringen dabei mindestens 2 Stunden ihrer Zeit. Sie halten die Fastenvorschriften im Monat Ramadan penibelst ein, sie geben Almosen in Höhe von 2,5 % ihres Einkommens als Armensteuer, sie machen die Pilgerfahrt nach Mekka und lassen es sich viel Geld kosten. Und dennoch kennen sie nicht sicher sein, wo sie bei Gott dran sind. Wird Allah, der ja bekanntlich barmherzig ist, auch ihnen barmherzig sein? Wie können Sie das wissen? Selbst fĂŒr Mohammed und seine Familie beten die Frommen im Anschluss an jedem Gebet beten die GlĂ€ubigen – und zwar fĂŒr ihr Seelenheil!

Dann gibt es die stĂ€ndige Drohung mit der Hölle 
 Im Koran wird mit Höllenqualen den unglĂ€ubigen, abtrĂŒnnigen ungehorsamen Menschen ĂŒber 150 mal gedroht
 Aber wenn von Gottes Gnade die Rede ist, dann heißt es meistens „vielleicht wird er (euch) gnĂ€dig sein“.

 

Menschen, die vom Islam zum Christentum konvertiert sind und Jesus als Herrn ihres Lebens erkannt und anerkannt haben berichten immer wieder was das fĂŒr ein Riesenunterschied ist, im Kopf zu wissen und im Herzen die Gewissheit zu haben, dass ich in der Ewigkeit nicht verloren sein werde, sondern dass die Beziehung die ich durch Christus zu Gott in diesem Leben bereits bekommen habe ĂŒber den Tod hinaus bestehen bleiben wird.

Jesus hat seinen JĂŒngern gesagt: (Joh 14,1) Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! 2 In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn’s nicht so wĂ€re, hĂ€tte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die StĂ€tte zu bereiten? 3 Und wenn ich hingehe, euch die StĂ€tte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin. 4 Und wo ich hingehe, den Weg wisst ihr.

 

So wie es die Bibel erzĂ€hlt, wird es nie Himmel auf dieser Erde geben. Auch wenn wir uns noch so anstrengen, wir Menschen kriegen das nicht hin, das Reich Gottes in dieser Welt zur Vollendung zu bringen. Wir werden es auch nicht halbwegs schaffen
 Dazu fehlen die Voraussetzungen. Die ganze Schöpfung liegt unter dem Fluch der SĂŒnde. Wie die einzelnen Menschen, die die Erlösung in ihrem Leben durch Jesus Christus erfahren, muss auch die ganze Schöpfung erneuert werden.

FĂŒr die Bibel wird es einen neuen Himmel und eine neue Erde geben, in denen es die SĂŒnde und deren Folgen nicht geben wird. Jesus macht alles neu. Das Reich Gottes ist inwendig in den GlĂ€ubigen, aber greifbar erst nach dem Gericht an die Welt und nach der Neuschöpfung des Alls. (Himmel und Erde werden vergehen.. Siehe, ich mache alles neu ).

 

Ich weiß Yasemin – fĂŒr den Koran bleibt die Erde ewig bestehen. Das Gericht betrifft nur jeden einzelnen Menschen.  Nach dem Tod kommen Menschen am jĂŒngsten Tag am „youm al qiyyama“ ins Gericht und von dort teilweise ĂŒber einen Zwischenstand, den ihr a’raf nennt, entweder ins Paradies oder in die Hölle.

 

In zahlreichen bildhaften

Ausmalungen beschreiben Koran und Tradition ein-

dringlich und ausfĂŒhrlich, welche Qualen die zur

Hölle verdammten Menschen zu erleiden und auszu-

halten haben: loderndes Feuer, dessen »Brennstoff die

Verdammten sind (➝ 3,10; ➝ 85,5; ➝ 104,4-9; ➝

72,15; ➝ 2,24), dessen Hitze nichts verschont (➝

74,28) und die nie nachlĂ€ĂŸt (➝ 17,97); Speisen und

GetrĂ€nke »wie geschmolzenes Erz«, »wie das heiße

Wasser« (➝ 44,43 ff, vgl. ➝ 37,64-66; ➝ 88,5; ➝

38,58 u.ö. ); KleidungsstĂŒcke, siedend heiß, aus flĂŒs-

sigem Kupfer und aus Teer (vgl. 22,19-20); Marter-

werkzeuge wie Fesseln, Ketten und Eisenstöcke

(40,71-72; |➝ 22,21 u.ö. ). Auch eisige KĂ€lte wird als

Peinigungsmittel genannt.

Was die Dauer der Höllenqualen betrifft, so betont

der Koran wiederholt, daß sie kein Ende nehmen wer-

den (➝ 33,64-65; ➝ 43,74; ➝ 41,28; 58,27; ➝

2,39. 257; ➝ 3,116; ➝ 9,68; ➝ 11,106-107).

LdIslam Bd. 2, 364

 

Aber das Leben auf der Erde geht ewig weiter fĂŒr euch


Jesus kommt auf die Erde wieder um den „Antichristen“, den Daddschāl im Krieg zu vernichten. Dann wird er heiraten, Kinder zeugen und sterben. Das Reich Gottes ist fĂŒr den Islam das „Haus des Islam“, die Allah unterworfene Erde. Dort, wo alle Menschen Allah unterworfen sind, ist das „Reich Gottes“ (Maududi)

 

Die SchlĂŒsselfrage ist, wie sehen Christen und Muslime die SĂŒnde und deren Folgen – darum gibt es im Islam keine Erlösung


 

 

Liebe Gemeinde, ich weiß nicht was Hanna und ihre Freundin Yasemin aus dem GesprĂ€ch schlussendlich an Konsequenzen fĂŒr sich und ihr Leben gezogen haben. Aber dass ist auch nicht entscheidend. Entscheidend ist, was du daraus machst!

Amen

 

theological! – plain and simple truth